Donald Trump kündigte am 12. September an, als nächsten Schritt seiner Anti-Kriminalitätskampagne die Nationalgarde nach Memphis zu entsenden. Der frühere Präsident hatte bereits Anfang August Truppen nach Washington, D.C. geschickt – trotz sinkender Kriminalitätsraten in der Hauptstadt.
Im Gegensatz zu den Bundesstaaten, in denen der jeweilige Gouverneur über den Einsatz der Nationalgarde entscheidet, hat der Präsident in Washington D.C. besondere Befugnisse.
In den Wochen danach hatte Trump öffentlich mit einem Einsatz in Chicago geliebäugelt, die Stadt dabei als „Höllenloch“ bezeichnet – ein Vorhaben, das am Widerstand von Illinois‘ Gouverneur J.B. Pritzker scheiterte. Stattdessen erklärte Trump in der Sendung „Fox & Friends“, der Gouverneur von Tennessee habe den Einsatz begrüßt.
„Der Bürgermeister ist zufrieden, der Gouverneur ist zufrieden“, sagte Trump. „Wir werden das Problem beheben, genau wie in Washington. Lieber wäre ich nach Chicago gegangen.“
Wie steht es um Trumps Zustimmung in den Bundesstaaten?
Laut der Umfrageplattform Morning Consult liegt Trumps Zustimmungsrate derzeit in 25 Bundesstaaten im positiven Bereich. Damit sank die Zahl der Staaten mit positiver Bewertung im Vergleich zum Vormonat um zwei – North Carolina und Nevada haben in der aktuellen Erhebung auf eine negative Bewertung umgeschwenkt.
Tennessee, wohin Trump die Nationalgarde entsenden will, zählt weiterhin zu seinen Hochburgen:
– 58 % der Wähler befürworten dort seine Amtsführung
– 38 % lehnen sie ab
Das macht Tennessee zum sechstbesten Bundesstaat für Trump laut der aktuellen Morning-Consult-Daten.
Illinois, das Trump ursprünglich ins Auge gefasst hatte, zeigt dagegen ein deutlich negativeres Bild:
– 41 % Zustimmung
– 55 % Ablehnung
Das entspricht dem elftschlechtesten Wert für Trump bundesweit.
Trumps gesamtnationale Bewertung: Negativtrend hält an
In einer bundesweiten Umfrage vom 6. bis 8. September unter 2.201 registrierten Wählern kommt Morning Consult zu folgendem Ergebnis:
– 45 % der Befragten unterstützen Trumps Arbeit
– 52 % lehnen sie ab
Auch andere Umfrageportale zeigen einen ähnlichen Trend:
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Die RealClearPolitics-Durchschnittswerte zeigen einen Abwärtstrend seit Juli. Besonders negativ war die Bewertung am 29. April mit einem Netto-Minus von 7,2 Prozentpunkten – fast exakt an Trumps 100-Tage-Marke als Präsident.
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Am 12. September lag seine durchschnittliche Zustimmungsrate bei -5,5 Prozentpunkten.
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Laut dem Aggregator der New York Times lag der Wert zum gleichen Zeitpunkt bei -8 Prozentpunkten.
Trump im historischen Vergleich: Schwächste August-Zahlen unter modernen Präsidenten
Eine Analyse des Umfrageinstituts Gallup zeigt: Trumps Zustimmungswerte im August des ersten Amtsjahres sind sowohl 2017 (als 45. Präsident) als auch 2025 (als 47. Präsident) die niedrigsten aller US-Präsidenten der jüngeren Geschichte.
Gallup-Daten vom 1. bis 20. August 2025 zeigen:
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Trump (2025): 40 % Zustimmung
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Joe Biden (2021): 49 %
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Trump (2017): 36 %
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Barack Obama (2009): 53 %
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George W. Bush (2001): 56 %
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Bill Clinton (1993): 44 %
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George H. W. Bush (1989): 69 %
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Ronald Reagan (1981): 60 %
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