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Trump will das Bildungsministerium aus dem Studentenkredit-Geschäft kicken – aber was dann?

Vilkasss (CC0), Pixabay
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Präsident Donald Trump hat mal wieder eine große Idee – und diesmal geht’s um die fast zwei Billionen Dollar an Studentenkrediten, die der Bund verwaltet. Seiner Meinung nach sollte das Bildungsministerium damit nichts zu tun haben.

„Das ist nicht deren Geschäft,“ sagte Trump am Donnerstag vor Reportern. Und weil er nichts lieber tut, als Bürokratie kräftig durchzuschütteln, hat er auch schon eine Lösung parat: Die Small Business Administration (SBA) soll übernehmen.

Ja, richtig gelesen. Kredite für Studierende sollen künftig bei der Behörde landen, die eigentlich kleine Unternehmen unterstützt. Klingt logisch? Nun ja…

Von Studienkrediten zu Unternehmenskrediten?

Trump findet die Idee super, und seine neue SBA-Chefin Kelly Loeffler angeblich auch.

„Kelly mag das wirklich und würde es gerne machen,“ erklärte er begeistert.

Dass das nicht so einfach geht, scheint ihm bewusst zu sein. Schließlich müsste der Kongress zustimmen – und die Demokraten werden vermutlich eher in Harvard-Pullover gehüllt durch die Hölle schlittschuhlaufen, als Trump dabei zu helfen.

Das Bildungsministerium – ein Auslaufmodell?

Trumps Vorschlag passt zu seinem generellen Misstrauen gegenüber dem Bildungsministerium. Laut einem internen Entwurf einer Exekutivanordnung, der USA TODAY vorliegt, wird sogar darüber nachgedacht, das Ministerium ganz abzuwickeln – zumindest so weit es rechtlich möglich ist.

Was das für Studierende bedeutet? Nun ja:

  • Niemand weiß genau, wer ihre Kredite dann verwaltet.
  • Eine Umstrukturierung könnte Jahre dauern und pures Chaos verursachen.
  • Eine andere Trump-nahe Denkfabrik, Project 2025, will das Ganze lieber ans Finanzministerium übergeben.

Personalflucht dank Elon Musk?

Schon jetzt verliert die Behörde rasant Mitarbeiter – was wohl auch an Elon Musk liegt, der mit seiner „Fork in the Road“-Reform massenhafte Buyout-Angebote verteilt hat. Rund 10 % der Belegschaft haben das Angebot angenommen und sind gegangen.

Dazu gab es letzte Woche ein weiteres Trump-Manöver: „25.000 Dollar für alle, die bis Montag kündigen“ – eine Art Flash-Sale für Ministeriumsmitarbeiter.

Experten: „Das wird chaotisch“

Kritiker sind skeptisch, ob das alles funktionieren kann. „Niemand kann sich vorstellen, dass Chase einfach in Citibank übergeht,“ erklärt Karen McCarthy, eine Expertin für Studienfinanzierung. Und genau das versucht Trump hier mit Studentenkrediten.

Fazit: Eine weitere Trump-Idee mit viel Lärm – aber wenig Plan

Wie genau die SBA die größten Studentenkredite des Landes verwalten soll, ist unklar. Und ob Trump das Bildungsministerium ganz abwickelt oder nur entkernt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher:

Falls Studierende dachten, ihre Kredite seien schon kompliziert genug – es wird nicht besser.

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