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Trump verkündet Festnahme von Venezuelas Präsident Maduro – Venezuela ruft nationalen Notstand aus

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat überraschend erklärt, dass der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau im Zuge eines groß angelegten US-Militärschlags festgenommen und außer Landes gebracht worden seien. Die venezolanische Regierung reagierte umgehend mit der Ausrufung des nationalen Notstands und verurteilte die Angriffe als „imperialistische Militäraggression“.

Trump verkündet „großangelegte Operation“

In einer Mitteilung auf der Plattform Truth Social schrieb Trump am Samstagmorgen (Ortszeit):

„Die Vereinigten Staaten haben erfolgreich einen großangelegten Schlag gegen Venezuela und seinen Anführer Nicolás Maduro durchgeführt. Maduro und seine Ehefrau wurden gefasst und außer Landes gebracht. Diese Operation fand in Zusammenarbeit mit US-Strafverfolgungsbehörden statt.“

Trump kündigte für 11:00 Uhr EST (17:00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida an. Details zur Operation oder zum Aufenthaltsort Maduros wurden bislang nicht veröffentlicht. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht.

Explosionen in Caracas – Augenzeugen berichten von Feuerhöllen

Bereits in der Nacht auf Samstag hatten mehrere Explosionen Caracas erschüttert. Anwohner beschrieben eine Reihe heftiger Detonationen, Stromausfälle und Flammen über dem Flughafen von Higuerote. Videos in sozialen Netzwerken zeigen Feuerbälle und Rauchwolken über der Hauptstadt.

Eine Bewohnerin sagte der BBC:

„Mein Herz raste, meine Beine zitterten. Die Explosionen waren gewaltig. Es klang wie Donner, aber viel näher und viel stärker.“

„Es war, als würde der Himmel brennen.“

CNN konnte verifizieren, dass auch militärische Einrichtungen wie La Carlota und Fuerte Tiuna, das zentrale Militärhauptquartier, betroffen waren.

Maduro-Regierung widerspricht und ruft Bevölkerung zur Mobilisierung auf

Die venezolanische Regierung reagierte empört:

„Wir verurteilen vor der internationalen Gemeinschaft die extrem schwere militärische Aggression der Vereinigten Staaten gegen unser Land“, hieß es in einem offiziellen Statement.

Maduro unterzeichnete noch in der Nacht ein Dekret zur Ausrufung des „Estado de conmoción“ – einem Zustand äußerer Bedrohung. Alle nationalen Verteidigungspläne sollen aktiviert werden, „unter den jeweils angemessenen Bedingungen“.

Zudem rief die Regierung ihre sozialen und politischen Unterstützungsnetzwerke – inklusive lokaler Milizen – zur Mobilisierung im ganzen Land auf.

Hintergrund: Monatelange Eskalation

Die Spannungen zwischen Washington und Caracas hatten sich in den letzten Monaten zugespitzt:

  • Die USA hatten Luftschläge auf mutmaßliche Drogenschmugglerboote in karibischen Gewässern ausgeführt

  • Mehr als 30 gezielte Schläge wurden seit September 2025 durchgeführt

  • Die USA beschlagnahmten venezolanische Öltanker

  • Trump beschuldigte Maduro zuletzt, Gefängnisinsassen und psychisch Kranke in Richtung US-Grenze zu schicken

Die US-Regierung hatte außerdem eine Kopfgeldprämie in Höhe von 50 Millionen Dollar auf Informationen zur Festnahme Maduros ausgesetzt – was viele Beobachter als Aufforderung zum Regimewechsel interpretierten.

Noch keine Bestätigung aus Caracas

Trotz Trumps Behauptung gibt es von der venezolanischen Regierung keine Bestätigung der Festnahme. Auch internationale Organisationen oder unabhängige Medien konnten die Aussagen bislang nicht verifizieren.

Die Opposition in Venezuela hält sich zurück. In einer kurzen Mitteilung hieß es lediglich, man werde „offiziell bestätigte Informationen zur gegebenen Zeit veröffentlichen“.

Internationale Besorgnis wächst

Beobachter warnen bereits vor einer neuen geopolitischen Krise auf dem amerikanischen Kontinent. Sollte sich Trumps Aussage als wahr herausstellen, wäre dies die erste gezielte Festnahme eines amtierenden Staatsoberhaupts durch US-Streitkräfte seit Jahrzehnten – mit unvorhersehbaren Folgen für die Stabilität in Lateinamerika.

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