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Trump verklagt JPMorgan und CEO Jamie Dimon – 5 Milliarden Dollar wegen „politischer Diskriminierung“

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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-Präsident Donald Trump hat eine Klage gegen die größte US-Bank JPMorgan Chase und deren Vorstandschef Jamie Dimon eingereicht. Der Vorwurf: Das Finanzinstitut habe ihn und seine Unternehmen im Jahr 2021 aus politischen Gründen als Kunden abgelehnt – ein Vorgehen, das Trump als „Debanking“ bezeichnet. Die Forderung: 5 Milliarden US-Dollar Schadenersatz.

Hintergrund: Kontokündigung nach dem 6. Januar

Laut der in Florida eingereichten Klage wurde Trump im Februar 2021 darüber informiert, dass JPMorgan sämtliche Konten von ihm, seiner Organisation und verbundenen Unternehmen kündigen werde – rund einen Monat nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar. Die Bank habe keine offizielle Begründung geliefert, so das Dokument, doch Trump und seine Anwälte vermuten „politische Diskriminierung“.

In der Klage heißt es weiter, Trump habe persönlich Kontakt zu CEO Jamie Dimon aufgenommen, um über die Kontoauflösungen zu sprechen. Dimon habe zugesagt, sich zu melden, „tat es aber nie“.

JPMorgan weist Vorwürfe zurück

JPMorgan-Sprecherin Trish Wexler wies die Klage als unbegründet zurück: „Wir bedauern, dass Präsident Trump uns verklagt hat, aber wir halten die Klage für haltlos.“ Die Bank schließe keine Konten aus politischen oder religiösen Gründen, erklärte Wexler. Vielmehr gehe es bei solchen Entscheidungen regelmäßig um regulatorische oder rechtliche Risiken.

„Wir stehen mit beiden Regierungen – der aktuellen wie der vorherigen – im Austausch, um Regelwerke zu reformieren, die Banken zu solchen Schritten zwingen.“

Trump beklagt „Debanking“ von Konservativen

Trump und seine Unterstützer werfen seit Jahren US-Banken vor, konservative Kunden systematisch auszugrenzen. Auch die Bank of America stand in der Kritik. Bereits im Januar 2025 hatte Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos öffentlich den Bank-of-America-Chef Brian Moynihan für angeblich parteiisches Verhalten angegriffen: „Fangen Sie an, Ihre Bank auch für Konservative zu öffnen.“

Im August 2025 unterzeichnete Trump ein Dekret, das Banken daran hindern soll, Kunden wegen ihrer politischen oder religiösen Überzeugungen abzulehnen. Dennoch bleibt die Rechtslage komplex: In den USA besteht kein gesetzlicher Anspruch auf ein Bankkonto.

Experten sehen Klage kritisch

Finanzrechtsexperten bezweifeln den Erfolg der Klage. Peter Conti-Brown, Professor für Finanzregulierung an der Wharton School, nannte die Klage „haltlos“: „Trumps Ruf als Schuldner mit zweifelhafter Zahlungsmoral ist bekannt. Keine Bank kann gezwungen werden, mit einem solchen Risiko zu arbeiten.“

Auch Jeremy Kress von der University of Michigan, ein ehemaliger Fed-Analyst, bezeichnete die Klage als „ungewöhnlich“. „Ironisch ist, dass Trump JPMorgan verklagt, während seine eigenen Regulierer gleichzeitig dabei sind, genau diese Bank zu deregulieren.“

Fazit: Symbolpolitik mit politischem Kalkül?

Ob die Klage juristisch Bestand hat, ist fraglich. Politisch jedoch fügt sie sich in Trumps Narrativ vom angeblich „politisch verfolgten Konservativen“, das er seit Jahren bedient – und wohl auch in seiner möglichen Kandidatur für die Wahl 2028 weiter einsetzen will.

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