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Trump verhängt sofort Strafzölle gegen Länder mit Iran-Geschäften – China betroffen

geralt (CC0), Pixabay
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 US-Präsident Donald Trump hat am Montag überraschend neue Strafzölle angekündigt: Länder, die „Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran“ machen, müssen ab sofort 25 % Aufschlag auf sämtliche Handelsgeschäfte mit den USA zahlen. Das verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social – kurz, scharf und ohne Details: „Dieser Befehl ist endgültig und bindend.“

Die Ankündigung wirft zahlreiche Fragen auf. Unklar bleibt etwa, was Trump konkret unter „Geschäfte mit dem Iran“ versteht – ob nur Warenhandel betroffen ist oder auch Dienstleistungen. Klar ist jedoch: Die Maßnahme könnte vor allem China treffen – einen Hauptabnehmer iranischen Öls und zugleich größten Exporteur in die USA.

Allein in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 exportierte China laut Zollangaben Waren im Wert von 6,2 Milliarden US-Dollar in den Iran und importierte Güter im Wert von 2,85 Milliarden. Dazu kommt eine erhebliche Menge an iranischem Öl, das über Zwischenhändler importiert wird – offiziell nicht erfasst, aber von Analysten auf über 90 % des iranischen Ölexports geschätzt.

China kontert, Handelskrieg droht erneut

Die chinesische Botschaft in Washington reagierte prompt. Man lehne „alle illegalen, einseitigen Sanktionen“ strikt ab, hieß es. China werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen“, um seine Interessen zu schützen. Sprecher Liu Pengyu erklärte: „Handelskriege kennen keine Sieger – Zwang und Druck lösen keine Probleme.“

Bereits im Vorjahr hatte Trump die Zölle auf chinesische Produkte zeitweise auf bis zu 145 % erhöht. Erst durch zähe Verhandlungen war die Rate auf aktuell 20 % gefallen – ein Zustand, der durch die neuen Iran-Zölle nun hinfällig sein könnte. Produkte aus China würden so mit mindestens 45 % Zoll belastet.

Auch Indien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate – allesamt enge Handelspartner Teherans – dürften betroffen sein. Indien hatte bereits im Sommer Trumps Zorn zu spüren bekommen, nachdem es weiter russisches Öl kaufte: Die US-Zölle auf indische Waren wurden auf 50 % verdoppelt.

Trump nutzt für sein Vorgehen das Notstandsgesetz „International Emergency Economic Powers Act“. Dessen Anwendung ist derzeit Gegenstand eines Verfahrens vor dem Obersten Gerichtshof. Sollte der Supreme Court Trumps Befugnisse einschränken, droht Washington die Rückzahlung von bis zu 130 Milliarden Dollar an bereits erhobenen Zöllen. Ein Urteil wird noch im Januar erwartet.

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