Laut US Präsident Donald Trump wird venezolanisches Öl, das von den USA beschlagnahmt wurde, bereits in amerikanischen Raffinerien verarbeitet. In einem Interview mit der New York Post vom 23. Januar sagte Trump: „Das Öl kommt in die Raffinerien – nach Houston und an andere Orte.“
Weiter erklärte er: „Sagen wir es mal so: Sie (Venezuela) haben kein Öl mehr. Wir nehmen es ihnen ab.“
Der frühere Präsident behauptete zudem, die US-Streitkräfte hätten sieben venezolanische Öltanker übernommen – wollte deren Standorte jedoch „aus Sicherheitsgründen“ nicht preisgeben. Nachdem die USA Anfang Januar Venezuelas Regierung entmachtet und die Kontrolle über die umfangreichen Ölreserven des Landes übernommen hätten, habe Trump führende Vertreter großer Ölkonzerne dazu aufgefordert, in den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur zu investieren.
Öl-Deal im Wert von 500 Millionen Dollar
Ein Regierungsvertreter bestätigte gegenüber USA TODAY, dass ein erster Verkauf venezolanischen Öls in Höhe von 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen sei. Laut Insiderquellen soll ein Teil der Erlöse auf einem Konto im Golfstaat Katar deponiert worden sein.
Trump kündigte zudem weitere Ölgeschäfte im großen Stil an: „Wir betreiben jetzt das Ölgeschäft in Venezuela. Sie bekommen etwas, wir bekommen etwas. Und wenn die großen Ölkonzerne erst einmal drin sind, werden sie so viel Öl fördern, dass Venezuela mehr Geld verdienen wird als je zuvor.“
Bereits zuvor hatte Trump erklärt, dass die Einnahmen aus dem venezolanischen Ölsektor sowohl den USA als auch Venezuela selbst zugutekommen sollen – in einer Art „Kooperation“, die von vielen Beobachtern kritisch gesehen wird.
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