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Trump und sein Krieg – jetzt bitte alle mitspielen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat offenbar eine neue Idee, wie man einen Krieg elegant löst: Man bittet einfach andere Länder, mitzuspielen. Nachdem die Lage im Konflikt mit dem Iran immer komplizierter wird, sollen nun China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und am besten gleich noch ein paar weitere Staaten Kriegsschiffe schicken – um die Straße von Hormus offen zu halten.

Oder anders gesagt: Trumps Krieg, aber bitte internationale Beteiligung.

Auf seiner Plattform Truth Social erklärte der Präsident optimistisch, dass sich sicher viele Länder beteiligen würden. Schließlich transportieren zahlreiche Staaten ihr Öl durch die Meerenge. „So oder so wird die Straße von Hormus bald offen sein“, verkündete Trump selbstbewusst. Wie genau – nun ja, vermutlich mit Hilfe möglichst vieler anderer Marinen.

Denn die Idee ist simpel: Die USA führen den Krieg – und der Rest der Welt sorgt dafür, dass der Ölverkehr weiterläuft.

Trump kündigte an, dass amerikanische Kriegsschiffe bald Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren sollen. Gleichzeitig betonte er, die Sicherung dieser wichtigen Route müsse eigentlich eine „gemeinsame Anstrengung“ sein. Übersetzt heißt das wohl: Wenn es schwierig wird, sollten plötzlich alle mithelfen.

Währenddessen hat der Iran bereits gezeigt, dass er durchaus selektiv sein kann: Zwei indische Schiffe durften passieren, während zahlreiche andere Tanker vor der Meerenge warten. Rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und LNG-Transports laufen normalerweise durch die Straße von Hormus – entsprechend nervös reagieren die Märkte.

Auch militärisch spitzt sich die Lage weiter zu. Israel spricht von einer „entscheidenden Phase“ im Konflikt und meldet hunderte Luftangriffe auf iranische Ziele. Gleichzeitig mehren sich Berichte, dass Israel langsam Abfangraketen knapp werden.

Im Irak, in den Emiraten und sogar am Flughafen von Kuwait gab es außerdem neue Drohnen- und Raketenangriffe. Der Iran droht wiederum mit Attacken auf amerikanische Ziele und Unternehmen in der Region.

Kurz gesagt: Der Konflikt eskaliert – und Trump lädt schon mal die internationale Gemeinschaft zur Mitarbeit ein.

Bleibt nur die Frage:
Wenn ein Krieg immer größer wird, liegt das dann daran, dass zu wenige Länder beteiligt sind – oder vielleicht daran, dass jemand ihn überhaupt begonnen hat?

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