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Trump und Netanjahu präsentieren Gaza-Friedensplan – Hamas soll binnen 72 Stunden entscheiden

stux (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu haben in Washington einen Friedensplan vorgestellt, der nach eigenen Worten das fast zweijährige Blutvergießen im Gazastreifen beenden könnte. Das Angebot an die Hamas: Freilassung aller verbliebenen Geiseln innerhalb von 72 Stunden, im Gegenzug Ende der israelischen Offensive, Amnestie für Kämpfer und ein Neuaufbau des zerstörten Küstenstreifens.

Neue Verwaltung für Gaza

Demnach soll Gaza künftig von einem palästinensischen Komitee verwaltet werden, das unter Aufsicht eines internationalen „Board of Peace“ stünde – mit Trump persönlich als Vorsitzendem, flankiert unter anderem von Ex-Briten-Premier Tony Blair. „Das kann auf die leichte oder die harte Tour passieren, aber es wird passieren“, sagte Netanjahu bei der gemeinsamen Präsentation.

Trump stellte klar: Sollte Hamas das Angebot ablehnen, werde Israel „die volle Unterstützung der USA“ für weitere militärische Operationen haben.

Hintergrund und Folgen

Der Plan folgt auf monatelange Kämpfe seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel getötet und 251 Geiseln genommen wurden. Laut dem Gesundheitsministerium in Gaza sind inzwischen über 66.000 Palästinenser ums Leben gekommen. Ganze Stadtteile liegen in Trümmern, Hunger und Seuchen breiten sich aus.

Der Druck auf Israel ist zuletzt stark gewachsen: Mehrere westliche Staaten, darunter Großbritannien, Kanada, Australien und Frankreich, haben im September Palästina offiziell anerkannt – ein Schritt, den Netanjahu in einer UN-Rede wütend verurteilte.

Heikle Geste an Katar

Im Zuge der Gespräche entschuldigte sich Netanjahu zudem für einen israelischen Luftangriff in Doha, Katar, bei dem am 9. September fünf Hamas-Mitglieder und ein katarischer Soldat ums Leben kamen. Israel versprach, künftig keine Angriffe in Katar durchzuführen.

Streitpunkt Geisel- und Gefangenenaustausch

Ein zentrales Element des Plans ist ein umfassender Austausch: Neben den etwa 48 Geiseln in Gaza – von denen nur rund 20 als lebend gelten – will Israel 250 Häftlinge mit lebenslanger Strafe, 1.700 weitere Gefangene sowie die sterblichen Überreste von 15 Palästinensern freilassen.

Von der „Riviera des Nahen Ostens“ zum „besseren Gaza“

Trump hatte Anfang des Jahres noch vorgeschlagen, Gaza unter US-Verwaltung zu stellen und Teile der Bevölkerung in Nachbarstaaten umzusiedeln. Nun betont er: „Die Menschen sollen bleiben und die Chance bekommen, ein besseres Gaza aufzubauen.“

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