Donald Trump ist enttäuscht. So richtig. Da bittet er seine Verbündeten höflich – also im Trump-Stil – doch bitte mal schnell die Straße von Hormus militärisch abzusichern, und was passiert? Großbritannien zögert, Deutschland winkt ab, die EU sagt gleich: „Das ist nicht unser Krieg.“
Man könnte fast meinen, die eingeladenen Gäste hätten bemerkt, dass die Party in einem brennenden Haus stattfindet.
Während Trump also in Washington sitzt und sich wundert, warum niemand begeistert „Ja!“ ruft, entwickelt sich die Lage vor Ort eher… sagen wir: dynamisch. Drohnen fliegen, Raketen werden abgefangen, und über Bagdad leuchtet der Himmel, als hätte jemand beschlossen, Silvester vorzuziehen – nur ohne Feuerwerksgenehmigung.
Rund 600 Meter neben der US-Botschaft wird ein Projektil abgefangen. Menschen rufen in Videos „Pass auf, Splitter!“ – ein Satz, der vermutlich nicht in Trumps ursprünglicher Einladung an die NATO stand.
Auch auf See läuft es nicht ganz rund. Tanker werden von „unbekannten Projektilen“ getroffen – was in der Region inzwischen ungefähr so präzise ist wie „leicht bewölkt“. In den Emiraten brennen Ölterminals, Flughäfen schließen zeitweise, und Fluggesellschaften fragen sich, ob ihre Routenplanung inzwischen eher ein Glücksspiel ist.
Aber zurück zu Trump. Der versteht die Welt nicht mehr. Jahrzehntelang habe Amerika alle beschützt – und jetzt will plötzlich niemand bei einem kleinen, überschaubaren Militäreinsatz mitmachen. Und das nur, weil die Straße von Hormus nicht zufällig in Bayern liegt und Artikel 5 gerade nicht passt.
Die Europäer wiederum wirken erstaunlich entspannt und sagen Dinge wie „Diplomatie“ und „nicht unser Krieg“. Worte, die in Washington derzeit ungefähr so populär sind wie Tempolimits auf der Autobahn.
Währenddessen steigen Ölpreise, Flugpreise und vermutlich auch der Blutdruck im Weißen Haus. Die Lage eskaliert, Allianzen knirschen – und irgendwo zwischen Drohnenangriffen und diplomatischer Funkstille stellt sich eine einfache Frage:
War das wirklich der Moment für eine internationale „Wer hat Lust auf Krieg?“-Rundmail?
Die Antwort scheint eindeutig.
Sie kam nur nicht so aus, wie Trump es sich vorgestellt hatte.
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