Startseite Allgemeines Trump und die Straße von Hormus – oder: Wenn keiner zur Poolparty kommt
Allgemeines

Trump und die Straße von Hormus – oder: Wenn keiner zur Poolparty kommt

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
Teilen

Donald Trump ist enttäuscht. So richtig. Da bittet er seine Verbündeten höflich – also im Trump-Stil – doch bitte mal schnell die Straße von Hormus militärisch abzusichern, und was passiert? Großbritannien zögert, Deutschland winkt ab, die EU sagt gleich: „Das ist nicht unser Krieg.“

Man könnte fast meinen, die eingeladenen Gäste hätten bemerkt, dass die Party in einem brennenden Haus stattfindet.

Während Trump also in Washington sitzt und sich wundert, warum niemand begeistert „Ja!“ ruft, entwickelt sich die Lage vor Ort eher… sagen wir: dynamisch. Drohnen fliegen, Raketen werden abgefangen, und über Bagdad leuchtet der Himmel, als hätte jemand beschlossen, Silvester vorzuziehen – nur ohne Feuerwerksgenehmigung.

Rund 600 Meter neben der US-Botschaft wird ein Projektil abgefangen. Menschen rufen in Videos „Pass auf, Splitter!“ – ein Satz, der vermutlich nicht in Trumps ursprünglicher Einladung an die NATO stand.

Auch auf See läuft es nicht ganz rund. Tanker werden von „unbekannten Projektilen“ getroffen – was in der Region inzwischen ungefähr so präzise ist wie „leicht bewölkt“. In den Emiraten brennen Ölterminals, Flughäfen schließen zeitweise, und Fluggesellschaften fragen sich, ob ihre Routenplanung inzwischen eher ein Glücksspiel ist.

Aber zurück zu Trump. Der versteht die Welt nicht mehr. Jahrzehntelang habe Amerika alle beschützt – und jetzt will plötzlich niemand bei einem kleinen, überschaubaren Militäreinsatz mitmachen. Und das nur, weil die Straße von Hormus nicht zufällig in Bayern liegt und Artikel 5 gerade nicht passt.

Die Europäer wiederum wirken erstaunlich entspannt und sagen Dinge wie „Diplomatie“ und „nicht unser Krieg“. Worte, die in Washington derzeit ungefähr so populär sind wie Tempolimits auf der Autobahn.

Währenddessen steigen Ölpreise, Flugpreise und vermutlich auch der Blutdruck im Weißen Haus. Die Lage eskaliert, Allianzen knirschen – und irgendwo zwischen Drohnenangriffen und diplomatischer Funkstille stellt sich eine einfache Frage:

War das wirklich der Moment für eine internationale „Wer hat Lust auf Krieg?“-Rundmail?

Die Antwort scheint eindeutig.
Sie kam nur nicht so aus, wie Trump es sich vorgestellt hatte.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Trump sorgt mit Aussagen über Lernschwächen für Kritik

US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Äußerungen über Lernschwächen eine Kontroverse ausgelöst....

Allgemeines

Schwerer Brand in Leipzig-Grünau – Dank an die Einsatzkräfte

Ein folgenschwerer Brand hat am Montagnachmittag einen Wohnblock in der Jupiterstraße im...

Allgemeines

„Pokémon Pokopia“: Wenn Pikachu plötzlich zum Nachbarn wird

Grüne Felder, bunte Wälder und eine friedliche Welt aus der Vogelperspektive –...

Allgemeines

US-Richter stoppt Teile von Kennedys Impfpolitik

Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Massachusetts hat zentrale Teile der neuen Impfpolitik von...