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Trump und das Wort verlieren

heblo (CC0), Pixabay
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Laut einem Bericht der „Washington Post“ vom gestrigen Tag soll der ehemalige US-Präsident Donald Trump nach seiner Niederlage bei den Wahlen im November 2020 den damaligen Gouverneur von Arizona in einem Telefonat unter Druck gesetzt haben, um das Wahlergebnis zu ändern. Drei nicht namentlich genannte Quellen sollen diese Informationen bestätigt haben. In dem Gespräch, das Ende 2020 stattgefunden haben soll, habe Trump den Republikaner Doug Ducey gedrängt, gegen seine Niederlage im Bundesstaat vorzugehen und das Ergebnis nachträglich umzukehren.

Darüber hinaus habe Trump auch seinen damaligen Vizepräsidenten Mike Pence angewiesen, Ducey unter Druck zu setzen. Laut zwei der drei Quellen habe Pence daraufhin mehrmals mit Ducey telefoniert, jedoch die Anweisungen seines Chefs nicht befolgt.

Ähnliche Fälle wurden bereits im vergangenen Sommer bekannt, als der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses von Arizona, Russell Bowers, vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses aussagte, dass er von Trumps Team unter Druck gesetzt wurde.

Diese Vorfälle erinnern an ähnliche Ereignisse im Bundesstaat Georgia, wo Trump in einem Telefonat den für die Organisation der Wahlen zuständigen Staatssekretär Brad Raffensperger unverhohlen aufforderte, ausreichend Stimmen für seinen Wahlsieg in Georgia zu finden. Eine Aufzeichnung dieses Gesprächs wurde damals den Medien zugespielt.

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