Präsident Donald Trump sorgt erneut für Aufsehen mit seinem Wunsch, Grönland – das autonome Gebiet Dänemarks – unter Kontrolle der USA zu bringen. Offiziell gehe es um nationale Sicherheit, inoffiziell wohl eher um seltene Bodenschätze unter dem Eis.
Grönland ist mit über 836.000 Quadratkilometern die größte Insel der Welt (abgesehen von Kontinenten) – dreimal so groß wie Texas und größer als Frankreich, Deutschland, Spanien und das Vereinigte Königreich zusammen. Dennoch leben dort nur rund 56.000 Menschen, größtenteils Inuit oder dänisch-inuitischer Herkunft.
Knapp ein Viertel der Bevölkerung wohnt in der Hauptstadt Nuuk, die mit Cafés, Boutiquen und Museen überrascht. Zwei Amtssprachen prägen den Alltag: Grönländisch und Dänisch.
Trotz der immensen Fläche gibt es keine Straßenverbindungen zwischen den Städten. Wer von A nach B will, muss fliegen, Boot fahren, sich in einen Helikopter setzen – oder klassisch mit dem Hundeschlitten reisen.
Der Grund für Trumps Begehrlichkeit liegt tief: unter dem schmelzenden Eis vermuten Experten strategisch wichtige Rohstoffe, etwa seltene Erden, die für moderne Technologien unentbehrlich sind. Für Trump offenbar Grund genug, mit geopolitischen Fantasien die diplomatischen Beziehungen zu Dänemark erneut zu strapazieren.
Während Dänemark gemeinsam mit Grönland vorsorglich seine militärische Präsenz in der Region verstärkt, bleibt offen, wie ernst Trump seine eisige Expansionslust meint. Fest steht: Die Landkarte mag verzerren, doch Grönland ist größer – und politisch komplizierter – als es aussieht.
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