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Trump sorgt mit Aussagen über Lernschwächen für Kritik

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Äußerungen über Lernschwächen eine Kontroverse ausgelöst. Bei einem Auftritt erklärte er, er halte es für problematisch, wenn Menschen mit Lernstörungen das Präsidentenamt ausüben.

Dabei griff er erneut den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom an, dem er Dyslexie (Legasthenie) vorwarf. Trump bezeichnete Newsom abfällig als „dumm“ und verspottete dessen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Zudem verwendete er erneut seinen spöttischen Spitznamen für den Gouverneur.

„Ich habe nichts gegen Menschen mit Lernschwächen“, sagte Trump im Weißen Haus. „Aber ich möchte nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten eine hat.“ Er räumte selbst ein, dass diese Aussage „kontrovers“ sei.

Newsom reagierte scharf auf die Angriffe. Auf der Plattform X machte er sich über Trump lustig, nachdem dieser ihn in seinen Aussagen offenbar versehentlich als Präsident bezeichnet hatte. „Nein danke, wir glauben an freie Wahlen“, schrieb der Gouverneur.

Bereits zuvor hatte Newsom öffentlich über seine Dyslexie gesprochen. Bei einer Veranstaltung erklärte er, dass er Schwierigkeiten habe, Reden vorzulesen, und deshalb meist frei spreche. Seine Offenheit über die Lernstörung hatte jedoch auch politische Reaktionen ausgelöst.

Trumps Aussagen stießen auf deutliche Kritik. Das National Center for Learning Disabilities verurteilte die Äußerungen scharf. Die Organisation betonte, dass Dyslexie nichts mit Intelligenz, Urteilsvermögen oder Führungsfähigkeit zu tun habe.

„Menschen mit Lernschwierigkeiten haben höchste politische Ämter erreicht – einschließlich der Präsidentschaft“, erklärte die Geschäftsführerin der Organisation, Jackie Rodriguez.

Dyslexie ist eine weit verbreitete Lernstörung, die die Verarbeitung von geschriebener Sprache beeinträchtigt. Schätzungen zufolge sind in den USA zwischen 15 und 20 Prozent der Bevölkerung betroffen.

Auch mehrere frühere US-Präsidenten sollen laut einigen Forschern möglicherweise an Dyslexie gelitten haben, darunter George Washington, John F. Kennedy und Woodrow Wilson.

Der Schlagabtausch zwischen Trump und Newsom verdeutlicht erneut die zunehmende Schärfe im politischen Diskurs in den USA – insbesondere im Hinblick auf mögliche zukünftige Präsidentschaftskandidaten.

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