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Trump schwächt Ukraine weiter und stärkt Putin

LisetteBrodey (CC0), Pixabay
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Die Lage für die Ukraine ist bereits schwierig – und nun sorgt Donald Trump für einen weiteren Rückschlag. Der US-Präsident hat nicht nur die ukrainische Regierung aus den ersten Verhandlungen mit Russland ausgeschlossen, sondern geht nun auch öffentlich auf Konfrontationskurs mit Wolodymyr Selenskyj.

Trump übernimmt Putins Narrative

Bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago am Dienstag behauptete Trump fälschlicherweise, die Ukraine habe den Krieg selbst verursacht. Zudem forderte er, dass in der Ukraine eine Wahl abgehalten werde – eine Forderung, die direkt aus Putins Strategiehandbuch stammen könnte.

🔴 Selenskyj wurde bereits aus den ersten US-Russland-Gesprächen ausgeschlossen
🔴 Trump stellt die Schuldfrage neu – und gibt indirekt der Ukraine die Verantwortung für den Krieg
🔴 Der US-Präsident ignoriert, dass Wahlen in der Ukraine laut Verfassung während des Kriegs unmöglich sind

Seine Äußerungen verstärken die Sorge in Europa, dass Trump versucht, einen Friedensdeal durchzusetzen, der Russland begünstigt und die Ukraine schwächt.

Trump „vergisst“, wie der Krieg begann

In einem weiteren fragwürdigen Kommentar kritisierte Trump die Ukraine dafür, dass der Krieg nach drei Jahren noch nicht beendet sei – und schlug vor, Kiew hätte sich besser mit Moskau einigen sollen. Eine Neuinterpretation der Realität:

📌 Russland hat die Ukraine 2022 brutal überfallen – nicht umgekehrt.
📌 Putin wollte eine Marionettenregierung in Kiew installieren.
📌 Ein „Deal“ mit Russland hätte bedeutet, dass die Ukraine sich freiwillig Putins Diktat unterordnet.

Trumps Verharmlosung der russischen Aggression passt zu seinem bisherigen Kurs: Statt den Aggressor zu sanktionieren, scheint er Putin diplomatisch wieder hoffähig zu machen.

Europa beunruhigt über Trumps Pläne

Trump deutete zudem an, dass ein persönliches Treffen mit Putin bis Ende des Monats möglich sei. Europäische Staats- und Regierungschefs sind alarmiert, denn sie befürchten:
Trump wird eine Vereinbarung vorantreiben, die die Ukraine zum Nachgeben zwingt.
Die NATO könnte in der Krise weiter geschwächt werden.
Russland könnte langfristig gestärkt aus dem Krieg hervorgehen.

Der britische Premierminister Keir Starmer reist kommende Woche nach Washington, um über mögliche Sicherheitsgarantien für Europa zu sprechen. Trump hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die USA sich in irgendeiner Weise aktiv an einer Friedenslösung beteiligen würden.

Republikaner gespalten – Kritik an Trump wächst

Nicht alle Republikaner unterstützen Trumps Putin-freundlichen Kurs.

  • Roger Wicker, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Senat, erklärte: „Putin ist ein Kriegsverbrecher, er gehört entweder ins Gefängnis oder hingerichtet.“**
  • John Kennedy, republikanischer Senator aus Louisiana, sagte: „Putin hat Stalins Blutdurst.“

Dennoch traut sich kaum ein hochrangiger Republikaner, Trump direkt zu widersprechen oder seinen pro-russischen Kurs offen zu kritisieren.

Fazit: Ein riskanter Kurswechsel in Washington

Trump hat mit seinen jüngsten Äußerungen:
Die Ukraine weiter isoliert
Putin politisch gestärkt
Europäische Verbündete verunsichert

Während Russland jubelt, bleibt die Frage: Steuert Trump darauf zu, die Ukraine zum Aufgeben zu zwingen – und damit Putin seinen größten Triumph zu schenken?

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