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Trump schließt Kennedy Center für zwei Jahre – Künstler-Boykott eskaliert

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Washingtons renommiertestes Kulturhaus, das John F. Kennedy Center for the Performing Arts, soll ab dem 4. Juli für eine umfassende Renovierung für zwei Jahre geschlossen werden. Das kündigte Präsident Donald Trump am Sonntag überraschend auf seinen Social-Media-Kanälen an – zur Überraschung selbst der eigenen Mitarbeitenden.

Trump, der in seiner zweiten Amtszeit einen Kulturkampf gegen das „Woke“-Establishment führt, begründete den Schritt mit dem „verfallenen Zustand“ des Zentrums und versprach eine „Weltklasse-Festung für Kunst, Musik und Unterhaltung“ daraus zu machen. Die Finanzierung sei „vollständig gesichert“, so Trump – konkrete Zahlen oder Quellen nannte er nicht.

Seit Trump im Dezember den Vorstand des Kennedy Centers neu besetzte und ihm schließlich auch seinen Namen hinzufügte, verweigern sich zahlreiche Künstler dem Haus. Komponist Philip Glass zog seine Lincoln-Sinfonie zurück, das Washington National Opera beendete die Zusammenarbeit, Größen wie Issa Rae, Renée Fleming und Ben Folds traten zurück. Jeffrey Seller, Produzent von Hamilton, sagte eine geplante Spielzeit ab.

Laut CNN war der Künstlerboykott nicht mehr tragbar – und habe den Anstoß zur Schließung gegeben. Die Belegschaft des Zentrums sei über die Schließung erst durch Trumps Online-Post informiert worden.

Insider berichten von politischem Druck hinter den Kulissen und einer ideologischen Neuausrichtung des Programms. Trump selbst betonte mehrfach, das Kennedy Center werde unter seiner Leitung „nicht mehr woke“ sein. Bereits renoviert wurden laut ihm Teile des Marmorfassaden, Stühle, Bühnen – doch viel mehr soll folgen. Ein Teil davon ist Bestandteil von Trumps „One Big, Beautiful Bill“, der über 250 Millionen Dollar für Umbau und Sicherheit vorsieht.

Der Umbau ist Teil von Trumps größerem Plan, dem Regierungsviertel in DC ein neues, ihm gefälliges Gesicht zu verleihen – darunter ein Triumphbogen zum 250. Jubiläum der USA, eine Mar-a-Lago-Patio im Rosengarten und ein Ballroom anstelle des East Wing.

Kultur, sagt Trump, soll wieder „großartig“ werden. Für viele Künstler bedeutet das vor allem: geschlossen.

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