Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant einen umfassenden Umbau des Weißen Hauses. Im Mittelpunkt steht ein neues unterirdisches Sicherheitszentrum für Besucher, das künftig den Zugang zum Gelände deutlich verändern soll.
Großes Sicherheitszentrum unter einem Park
Nach den aktuellen Plänen soll ein rund 3.000 Quadratmeter großes unterirdisches Gebäude entstehen, in dem Besucher künftig kontrolliert werden. Das Zentrum soll über sieben Sicherheitslinien verfügen und würde unter einem nahegelegenen Park errichtet.
Touristen und Besuchergruppen müssten zunächst diesen Bereich passieren, bevor sie das Gelände des Weißen Hauses betreten können.
Die Baupläne wurden der National Capital Planning Commission (NCPC) vorgelegt, die für Bauprojekte auf Bundesgelände zuständig ist. Über das Projekt soll Anfang April beraten werden.
Teil eines größeren Umbaus
Das geplante Sicherheitszentrum ist Teil eines umfangreichen Bauprojekts, das Trump als sein persönliches „Vermächtnisprojekt“ bezeichnet.
Bereits im vergangenen Herbst wurde der alte Ostflügel (East Wing) des Weißen Hauses abgerissen. Auf dem Gelände soll künftig ein etwa 8.400 Quadratmeter großer Ballsaal entstehen.
Auch über dieses Projekt wird die Planungskommission demnächst abstimmen.
Idee existiert seit Jahrzehnten
Die Idee eines unterirdischen Besucher- und Sicherheitszentrums ist nicht neu. Bereits nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte der National Park Service entsprechende Studien durchgeführt.
Während ein ähnliches System später beim US-Kapitol umgesetzt wurde, scheiterten mehrere Versuche für das Weiße Haus an fehlender politischer Unterstützung und den hohen Kosten.
Verbesserte Sicherheitskontrollen
Der neue Zugang soll mehrere Probleme lösen:
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höhere Sicherheitsstandards
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kürzere Warteschlangen
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bessere Organisation großer Besuchergruppen
Nach dem aktuellen Konzept würden Besucher zunächst ihre Tickets und Ausweise überprüfen lassen und anschließend über eine Rampe zu einer versenkten Plaza von etwa 460 Quadratmetern gelangen, die Wartezeiten reduzieren soll.
Ein historisches Denkmal für General William Tecumseh Sherman, das sich im Park befindet, soll laut Planungen unangetastet bleiben.
Bau möglicherweise bis 2028
Die Bauarbeiten könnten bereits im August beginnen. Ziel der Regierung ist es, die Anlage bis Juli 2028 fertigzustellen – etwa ein halbes Jahr vor dem Ende von Trumps zweiter Amtszeit.
Kosten steigen weiter
Während Trump angekündigt hat, dass der geplante Ballsaal vollständig durch private Spenden finanziert werden soll, steigen die geschätzten Kosten stetig. Ursprünglich mit 200 Millionen Dollar veranschlagt, liegt die aktuelle Schätzung inzwischen bei rund 400 Millionen Dollar.
Ob und wann die Projekte tatsächlich umgesetzt werden, hängt nun von den Entscheidungen der zuständigen Planungsbehörden ab.
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