US-Präsident Donald Trump hat den amerikanischen Olympia-Freestyle-Skifahrer Hunter Hess am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social öffentlich als „Verlierer“ bezeichnet. Der Kommentar war offenbar eine Reaktion auf frühere Aussagen von Hess, in denen dieser angedeutet hatte, dass es angesichts der politischen Spaltung in den USA schwierig sei, das Land bei den Olympischen Winterspielen 2026 zu vertreten.
Hess hatte vor der Eröffnungsfeier am Freitag, 6. Februar, erklärt:
„Es ist ein bisschen schwierig. Es ruft gemischte Gefühle hervor, die USA zu repräsentieren.“
Er fügte hinzu:
„Es passiert gerade viel, was ich persönlich nicht gutheiße. Die Flagge zu tragen bedeutet nicht automatisch, dass ich alles vertrete, was gerade in den USA passiert.“
Darauf reagierte Trump am Sonntag mit scharfen Worten:
„US-Olympia-Skifahrer Hunter Hess, ein echter Verlierer, sagt, er repräsentiere sein Land bei den aktuellen Olympischen Winterspielen nicht. Wenn das so ist, hätte er sich nicht für das Team bewerben sollen – schade, dass er es geschafft hat. Es ist schwer, für jemanden wie ihn mitzufiebern. MAKE AMERICA GREAT AGAIN!“
Hess gehört zu einer wachsenden Gruppe US-amerikanischer Athletinnen und Athleten, die öffentlich ambivalente Gefühle gegenüber der Repräsentation ihres Landes äußern. Dennoch stellte Hess klar, dass er beim Tragen der Flagge die Teile der USA vertrete, mit denen er sich moralisch identifizieren könne:
„Ich vertrete meine Freunde und Familie zuhause, jene Menschen, die die Flagge vor mir vertreten haben – all das, was ich für gut halte an den USA. Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, dann fühle ich mich als Repräsentant.“
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