US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die militärischen Angriffe auf den Iran so lange fortzusetzen, bis sämtliche Kriegsziele erreicht sind. „Die Kampfoperationen werden mit voller Intensität weitergeführt und erst enden, wenn wir unsere Ziele vollständig erreicht haben“, erklärte Trump in einer Videobotschaft auf seiner Plattform Truth Social.
Ein Iran, der über weitreichende Raketen und möglicherweise Atomwaffen verfüge, stelle eine erhebliche Gefahr für die Vereinigten Staaten dar. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Regime, das terroristische Milizen unterstützt, in den Besitz solcher Waffen gelangt“, sagte der Präsident. Zugleich forderte er die iranischen Revolutionsgarden erneut auf, die Waffen niederzulegen. An die „iranischen Patrioten“ gerichtet erklärte Trump, jetzt sei der Moment gekommen, das Land zurückzuerobern. Die USA würden dabei Unterstützung leisten.
Auch Israels Generalstabschef Ejal Samir stellte die Bevölkerung auf eine längere Auseinandersetzung ein. „Viele weitere Kampftage liegen vor uns“, sagte er vor ranghohen Offizieren. Die Abstimmung mit dem US-Militär sei enger denn je.
Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe
Nach iranischen Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte in der Golfregion kündigten die sechs Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrats Gegenmaßnahmen an. Bei einem Treffen der Außenminister wurde von „erheblichen Schäden infolge der verräterischen iranischen Angriffe“ auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait gesprochen.
Man werde „alle notwendigen Schritte“ zum Schutz der eigenen Sicherheit ergreifen – einschließlich der Möglichkeit, auf die „Aggression“ zu reagieren, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Zugleich forderten die Staaten ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe und warnten, die Stabilität der Golfregion sei ein zentraler Pfeiler der globalen Wirtschaft.
VAE schließen Botschaft in Teheran
Die Vereinigten Arabischen Emirate reagierten mit diplomatischen Konsequenzen: Die Botschaft in Teheran wurde geschlossen, der Botschafter sowie das gesamte diplomatische Personal abgezogen. Das Außenministerium in Abu Dhabi verurteilte die Angriffe scharf und erklärte, es seien Wohngebiete, Flughäfen, Häfen und andere zivile Einrichtungen getroffen worden. „Unschuldige Zivilisten wurden in Gefahr gebracht“, hieß es.
Auch ein Marinestützpunkt in Abu Dhabi, auf dem französische Soldaten stationiert sind, wurde nach Angaben aus Paris und Abu Dhabi am Sonntag getroffen. Dabei sei ein Brand ausgebrochen, Verletzte habe es jedoch nicht gegeben.
Tote und Verletzte in der Golfregion
Nach offiziellen Angaben kamen in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Menschen ums Leben – Staatsangehörige aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. Zudem wurden 58 Menschen verletzt. Das Verteidigungsministerium erklärte, von 165 entdeckten ballistischen Raketen seien 152 abgefangen worden. Von 541 registrierten Drohnen seien 506 zerstört worden.
Auch Kuwait meldete Opfer: Ein Mensch sei getötet und 32 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bei den Betroffenen handle es sich ausschließlich um ausländische Staatsangehörige.
Mehrere Tote in Israel
Zuvor hatten die USA und Israel massive Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen. Dabei wurde in Teheran der oberste iranische Führer Ali Chamenei getötet. Als Reaktion attackierte der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in mehreren Golfstaaten. In Israel kamen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe neun Menschen ums Leben. Die gegenseitigen Attacken dauern an.
Streit um angeblichen Treffer auf US-Flugzeugträger
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zudem, sie hätten den US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ im Persischen Golf mit vier ballistischen Raketen getroffen. Das US-Militär wies diese Darstellung entschieden zurück. Die Raketen seien nicht einmal in die Nähe des Schiffes gelangt, hieß es aus Washington.
Drei US-Soldaten getötet
Unterdessen bestätigte das US-Verteidigungsministerium den Tod von drei amerikanischen Soldaten infolge der jüngsten Kampfhandlungen. Fünf weitere Militärangehörige seien schwer verletzt worden, teilte das zuständige US-Zentralkommando (CENTCOM) mit. Nähere Angaben zu Ort oder Identität der Opfer wurden nicht veröffentlicht.
Die Lage in der Region bleibt damit hochgradig angespannt, ein Ende der Eskalation ist derzeit nicht absehbar.
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