Startseite Allgemeines Trump kauft Marmor fürs Weiße Haus – persönlich und (angeblich) auf eigene Rechnung
Allgemeines

Trump kauft Marmor fürs Weiße Haus – persönlich und (angeblich) auf eigene Rechnung

dexmac (CC0), Pixabay
Teilen

Zwei Tage nach Beginn seines zweiten Amtsjahres hat US-Präsident Donald Trump mal wieder für Schlagzeilen gesorgt – allerdings weniger durch ein Gesetz oder eine Rede, sondern durch eine Shoppingtour. Ziel: Edler Marmor für seinen neuen, umstrittenen Ballsaal im Weißen Haus.

Während seines Weihnachtsurlaubs in Mar-a-Lago ließ Trump seinen Tross kurzerhand anhalten – und zwar bei Arc Stone & Tile, einem Natursteinhändler unweit seines Resorts. Dort, so ein Sprecher des Weißen Hauses, habe Trump „auf eigene Kosten“ Marmor und Onyx gekauft – natürlich „für den großen Ballsaal im Weißen Haus“.

Was genau gekauft wurde? Unklar. Die Journalisten durften Trump bei seinem Einkaufsbummel nicht begleiten, und Arc Stone & Tile hatte Betriebsferien. Nur das Firmenband lief: „Wir öffnen wieder am 5. Januar.“

Aus alt mach opulent

Trump plant einen 90.000 Quadratfuß großen Ballsaal (rund 8.300 m²) auf dem Gelände des Weißen Hauses – dort, wo bis vor kurzem noch der East Wing stand. Der wurde bereits im Oktober abgerissen. Ziel: Fertigstellung bis spätestens Januar 2029. Der Ballsaal soll laut Trump „große Veranstaltungen“ ermöglichen, die bislang „entweder draußen oder in der viel zu kleinen Osthalle“ stattfinden.

Finanziert werden soll der Bau aus privaten Spenden – und durch Trumps eigenes Vermögen. „Wir sind unter Budget und vor dem Zeitplan“, verkündete er am 29. Dezember stolz. Nur: Das Projekt soll inzwischen 400 Millionen Dollar kosten – statt der ursprünglich geplanten 250 Millionen.

Das Design? Noch geheim. Die Kritik? Umso lauter.

Pläne zum genauen Aussehen des neuen Prachtbaus sollen am 8. Januar der National Capital Planning Commission vorgelegt werden. In der Zwischenzeit wehren sich Denkmalpfleger: Die National Trust for Historic Preservation hat bereits Klage gegen das Vorhaben eingereicht. Laut einer Umfrage lehnen 56 % der Amerikaner das Projekt ab – 45 % davon „sehr deutlich“.

Architektentausch in Trumps Stil

Ursprünglich sollte James McCrery II das Projekt leiten. Doch als die beiden sich nicht auf die Dimensionen des Saals einigen konnten (Trump wollte – Überraschung – größer), wurde Shalom Baranes aus Washington, D.C., als neuer Chefarchitekt eingesetzt. McCrery bleibt immerhin als Berater dabei.

Ob der neue Ballsaal am Ende wirklich ein architektonisches Meisterwerk oder doch eher ein Marmor-Monument politischer Eitelkeit wird – das bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Präsident hat seine Fliesen jedenfalls schon ausgesucht.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

NRW entwickelt sich zum Eldorado für Schließfach-Sherlocks – Tresor-Telenovela geht in die nächste Folge

Von unserer Spezialkorrespondentin für verschwundene Wertgegenstände und verdächtige weiße Transporter Nordrhein-Westfalen –...

Allgemeines

Tödlicher Überfall auf Uber-Fahrer in Georgia – 15-Jähriger angeklagt

Ein 15-Jähriger soll in den frühen Morgenstunden des Neujahrstags in Georgia einen...

Allgemeines

Darts-WM: Littler zündet wieder – van Veen wirft sich ins erste Finale

Die Pfeile fliegen, die Emotionen kochen und das Publikum grölt sich heiser...

Allgemeines

Brand in Schweizer Bar: Wunderkerzen, Wodka & Wahnsinn – ein Flammeninferno mit Ansage

In der schicken Höhenlage der Schweizer Alpen, wo Après-Ski mit Champagnerdusche und...