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Trump in Miami: Zwischen „Kommunismus oder gesundem Menschenverstand“

kalhh (CC0), Pixabay
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Der ehemalige und aktuelle US-Präsident Donald Trump hat bei einem Wirtschafts- und Kulturgipfel in Miami die politische Zukunft der USA als Wahl zwischen „Kommunismus und gesundem Menschenverstand“ beschrieben. In seiner über einstündigen Rede griff er auf altbekannte Themen aus seiner Wahlkampfrhetorik zurück – von abfälligen Bemerkungen über politische Rivalen bis hin zu Seitenhieben auf Transgender-Sportler.

Trotz der jüngsten Wahlniederlagen der Republikaner zeigte sich Trump kämpferisch. „Nach den gestrigen Ergebnissen ist die Entscheidung für Amerika klarer denn je“, sagte er. Neue politische Initiativen stellte er nicht vor, drohte jedoch mit einem Boykott des kommenden G20-Gipfels in Südafrika.

Lobeshymnen auf sich selbst und Kritik an Gegnern

Trump pries seine Wirtschaftspolitik als historischen Erfolg, sprach von „Rekordbörsen“, „Milliardeninvestitionen“ und „der besten Steuerreform aller Zeiten“. Auch die Grenzsicherung und militärische Operationen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler aus Venezuela bezeichnete er als persönlichen Triumph. „Dies ist das goldene Zeitalter Amerikas“, verkündete er vor begeistertem Publikum mit roten „MAGA“-Kappen.

Venezuela-Konflikt und Lob aus der Opposition

Unterstützung erhielt Trump überraschend von der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado, die seine harte Haltung gegenüber dem Maduro-Regime als „absolut richtig“ bezeichnete. Sie sprach per Videozuschaltung und lobte die US-Maßnahmen gegen Drogen- und Goldschmuggel als Schutz für Millionen Menschen in Lateinamerika.

Zwischen Shutdown und Parteikrise

Die Rede fand statt, während die USA unter Trumps Führung den längsten Regierungsstillstand ihrer Geschichte erlebten – 36 Tage ohne Etat. Umfragen zufolge geben die meisten Amerikaner Trump und den Republikanern die Hauptschuld an der Blockade. Trump hingegen beschuldigte die „verrückten Demokraten“ und forderte den Senat auf, das Filibuster-Verfahren abzuschaffen.

Trotz sinkender Umfragewerte und wachsender Kritik aus den eigenen Reihen inszenierte sich Trump als unerschütterlicher Sieger: „Ich glaube, es waren die besten neun Monate eines Präsidenten – und wenn wir noch ein paar solcher neun Monate haben, werden Sie alle sehr glücklich sein.“

Symbolischer Auftritt in Miami

Zum Abschluss überreichte Miamis Bürgermeister Francis Suarez Trump symbolisch einen Schlüssel – „zur Immobilie für seine künftige Präsidentenbibliothek“. Zwischen Nobelpreisträgerin Machado und Fußballstar Lionel Messi war Trumps Auftritt der politische Höhepunkt eines zweitägigen Kongresses über Wirtschaft, Politik und Kultur.

Während die einen den Präsidenten feiern, fragen sich andere: Wenn das wirklich der „gesunde Menschenverstand“ ist – wie sieht dann erst der Wahnsinn aus?

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