US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Verteidigungsbudget der Vereinigten Staaten im Jahr 2027 auf gigantische 1,5 Billionen US-Dollar erhöhen zu wollen – ein Anstieg von mehr als 50 % im Vergleich zum bereits genehmigten Budget von 901 Milliarden Dollar für 2026.
In einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social erklärte Trump am 7. Januar, der Schritt sei das Ergebnis „langer und schwieriger Verhandlungen“ mit Senatoren, Ministern und anderen politischen Vertretern. Ziel sei es, eine „Traumarmee“ aufzubauen, die „Amerika in unsicheren Zeiten sicher und stark“ halte.
„Unser Militärbudget sollte nicht eine Billion, sondern 1,5 Billionen Dollar betragen“, so Trump. „Dank der Zolleinnahmen können wir das locker finanzieren.“ Eine Rechnung, die bei Experten auf massive Skepsis stößt.
Die überparteiliche Organisation Taxpayers for Common Sense kritisierte den Vorstoß scharf. Ihr Präsident Steve Ellis erklärte, Trumps Vorhaben sei „genau so verschwenderisch, wie es klingt“. Angesichts von über 38 Billionen Dollar Staatsverschuldung sei eine derartige Erhöhung „unverantwortlich“.
Ellis wies darauf hin, dass Trump Zolleinnahmen schon mehrfach verplant habe – unter anderem zur Defizitreduzierung, für Direktzahlungen an Bürger und zur Unterstützung von Landwirten. „Diese Rechnung geht einfach nicht auf“, so Ellis. Der Kongress müsse diesen Plan ablehnen.
Obwohl das Budget nur mit Zustimmung des Kongresses umgesetzt werden kann, gilt Widerstand unter Republikanern als unwahrscheinlich. Trumps Partei kontrolliert beide Kammern, wenn auch knapp.
Die Forderung nach dem Rekordbudget kommt nur wenige Tage nach dem umstrittenen Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der venezolanische Präsident in einer Nacht-und-Nebel-Aktion festgesetzt wurde. Zudem soll Trump laut Medienberichten weiterhin an einem Plan arbeiten, Grönland zu „erwerben“ – notfalls mit militärischen Mitteln. Auch hierfür dürfte das Mega-Budget dienen.
Kritiker warnen davor, dass der Präsident mit solchen Plänen nicht nur die Schuldenkrise verschärft, sondern auch außenpolitische Spannungen riskiert.
Ob Trumps „Traumarmee“ Realität wird oder als kostspieliger Traum endet, bleibt offen – entschieden wird das letztlich im US-Kongress.
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