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Trump fordert: „Israel muss den Job zu Ende bringen“ – Waffenruhe in Gaza rückt in weite Ferne

kalhh (CC0), Pixabay
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Noch vor wenigen Wochen zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich, ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas stehe kurz bevor. Nun hat sich der Ton scharf verändert: Die Verhandlungen wurden ausgesetzt, die US-Delegation aus Katar abgezogen – und Trump ruft Israel offen dazu auf, den Krieg in Gaza weiter zu eskalieren.

„Ich denke, sie [Hamas] wollen sterben – das ist sehr, sehr schlimm“, sagte Trump vor seiner Abreise nach Schottland. „Es ist an der Zeit, den Job zu Ende zu bringen.“

Während Trump noch Anfang Juli ein Abkommen innerhalb einer Woche angekündigt hatte, spricht er nun von „fehlendem guten Willen“ auf Seiten der Hamas. Sein Nahost-Gesandter Steve Witkoff sagte, man prüfe nun „alternative Optionen“, um die verbliebenen Geiseln zu befreien. Die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe ist vorerst gescheitert.

Trotz der US-Rhetorik sprechen Israel, Ägypten und Katar weiterhin von laufenden Vermittlungsbemühungen. Eine israelische Quelle betonte gegenüber CNN, die Verhandlungen seien „nicht gescheitert“ – man hoffe, die Hamas werde durch den Druck zur Rückkehr an den Tisch bewegt.

Trump wiederum legte die Schuld eindeutig auf Seiten der Hamas, da „nur noch wenige Geiseln“ verblieben seien und die Terrororganisation kein Interesse mehr an einem Deal habe. Laut Trump habe die US-Regierung bereits 60 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe bereitgestellt, bekomme dafür aber „keinen Dank“. Zugleich behauptete er, die Hamas behindere die Verteilung der Hilfsgüter – eine These, die ein interner US-Bericht zuletzt nicht bestätigen konnte.

Internationale Kritik an Israels Vorgehen wächst

Während Trump Israel Rückendeckung gibt, werden kritische Stimmen unter seinen Verbündeten lauter. Der britische Premier Keir Starmer bezeichnete Israels Vorgehen in Gaza als „unverhältnismäßig und unhaltbar“. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte überraschend an, bei der UNO-Generalversammlung im September einen palästinensischen Staat anzuerkennen – ein Schritt, der Israel verärgerte und von US-Außenminister Marco Rubio als „Ohrfeige für die Opfer des 7. Oktober“ bezeichnet wurde.

Humanitäre Katastrophe spitzt sich weiter zu

Derweil verschärft sich die Lage im Gazastreifen dramatisch: Tausende Kinder sind von akuter Unterernährung betroffen, laut UN sprechen Hilfsorganisationen von einem drohenden Massenverhungern. Bei einem Treffen in Tunis überreichte Tunesiens Präsident Kais Saied einem Trump-Berater Bilder hungernder Kinder: „Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte Saied.

Ob Trumps harte Worte tatsächlich den diplomatischen Knoten lösen – oder ihn nur fester ziehen –, bleibt abzuwarten.

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