Während der aktuelle Regierungsstillstand in den USA bereits in die dritte Woche geht, nutzt Ex-Präsident Donald Trump die Gelegenheit für Bauprojekte nach seinem Geschmack: Im Weißen Haus hat die Abrissphase für einen neuen Ballsaal begonnen, dessen Baukosten sich auf rund 250 Millionen US-Dollar belaufen.
Bereits am 20. Oktober starteten die Arbeiten mit dem Abriss eines Teils des East Wing. Geplant ist ein 90.000 Quadratfuß großer Ballsaal – eines der größten baulichen Veränderungen an der Präsidentenresidenz seit Jahrzehnten.
Bei einem Mittagessen mit republikanischen Senatoren im neu gepflasterten Rosengarten sprach Trump mit sichtbarer Begeisterung über den Lärm der Bauarbeiten.
„Andere mögen das nicht – aber für mich ist das Musik in den Ohren. Das erinnert mich an Geld“, sagte Trump scherzhaft.
„In diesem Fall erinnert es mich allerdings eher an fehlendes Geld, weil ich selbst dafür zahle.“
Großspender: Google, Amazon, Lockheed Martin & Co.
Offiziellen Angaben zufolge wird der Ballsaal durch private Spenden finanziert – ein Teil davon stammt direkt von Trump selbst. Zu den Förderern gehören laut einem White-House-Offiziellen einige der größten US-Konzerne, darunter Lockheed Martin, Palantir, Google (Alphabet), Meta und Amazon.
Melania Trumps Rosengarten-Projekt
Im Rahmen des Treffens lobte Trump auch seine Ehefrau Melania Trump, die sich für die Neugestaltung des Rosengartens verantwortlich zeigte. Unter anderem wurde der Rasen durch eine gepflasterte Terrasse ersetzt und moderne Tontechnik installiert.
„Vorher war das Ganze kaum nutzbar. Frauen blieben mit ihren Schuhen im Gras stecken“, sagte Trump.
„Jetzt können wir den Rosengarten wieder nutzen – für Pressekonferenzen und Veranstaltungen.“
Trump kündigte außerdem an, dass im gesamten Weißen Haus Renovierungsarbeiten im Gange seien. Ein Flur in Richtung Rosengarten habe bereits neue Böden aus Buch-Marmor erhalten – bezahlt, so Trump, „von eurem Freund Präsident Trump“. Zuvor seien dort 30 Jahre alte Baumarktplatten gelegen.
Trump plant Denkmal nahe Lincoln Memorial
Neben dem Ballsaal sorgt auch ein weiteres Bauprojekt für Aufmerksamkeit: Trump möchte einen monumentalen Bogen nahe dem Lincoln Memorial errichten – in Anlehnung an den Arc de Triomphe in Paris. Er solle als „Tor nach Washington“ dienen und Besuchern aus Virginia einen imposanten Empfang bieten.
Für Trump sei all das eine willkommene Abwechslung:
„Für viele ist Immobilienentwicklung stressig – für mich ist es Entspannung“, so der frühere Immobilienmogul.
„Ich habe das immer geliebt. Ich war immer gut darin.“
Hinweis: Laut Baubehörden wird das Projekt von privaten Mitteln getragen. Eine detaillierte Offenlegung der Finanzierung und Verträge steht derzeit noch aus.
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