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Trump erwägt militärische Optionen gegen Iran nach blutigen Protesten

phoenix64 (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er prüfe mögliche militärische Schritte gegen den Iran, nachdem landesweite Proteste in der Islamischen Republik in Gewalt eskaliert sind. Hunderte Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein.

„Das Militär schaut sich das an, und wir prüfen sehr starke Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen“, sagte Trump am 11. Januar gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One, als er von einem Aufenthalt in seinem Club Mar-a-Lago in Florida nach Washington zurückkehrte.

Laut Angaben der Human Rights Activists News Agency (Stand: 11. Januar) sind seit Beginn der Proteste mehr als 580 Menschen getötet und über 10.000 festgenommen worden. Die Proteste, die mittlerweile in ihre dritte Woche gehen, haben ihren Ursprung in der schweren wirtschaftlichen Lage des Landes, ausgelöst unter anderem durch massive internationale Sanktionen.

In den sozialen Medien kursieren Videos, in denen Demonstrierende den Sturz des Obersten Führers Ali Khamenei fordern und eine Rückkehr zur Monarchie verlangen.

Musk als digitaler Retter?

Trump kündigte zudem an, mit Tech-Unternehmer Elon Musk sprechen zu wollen, um den Internetzugang im Iran wiederherzustellen, der während der Proteste von den Behörden eingeschränkt wurde. Musk hatte in der Vergangenheit Satelliteninternet über das Starlink-System bereitgestellt, auch in Ländern mit eingeschränktem Zugang zur Informationsfreiheit.

„Er ist in solchen Dingen sehr gut. Ich werde ihn anrufen, sobald ich mit euch fertig bin“, sagte Trump.

Iran warnt vor Konsequenzen

In Teheran wurden unterdessen scharfe Warnungen an die USA ausgesprochen: Sollte es zu einem Angriff kommen, werde man sich mit Vergeltung zur Wehr setzen. Der Parlamentspräsident und ehemalige Revolutionsgarden-Kommandeur Mohammad Baqer Qalibaf erklärte:
„Im Falle eines Angriffs auf den Iran werden sowohl israelisches Gebiet als auch sämtliche US-Stützpunkte und Kriegsschiffe legitime Ziele sein.“

Trump reagierte darauf mit eigenen Drohungen: „Sollten sie uns angreifen, werden wir sie in einem Ausmaß treffen, das sie sich nicht vorstellen können.“

US-Unterstützung für iranische Protestierende

Bereits am 2. Januar hatte Trump auf Truth Social geschrieben, die USA würden eingreifen, sollte der Iran friedliche Demonstrierende gewaltsam unterdrücken:
„Wenn der Iran friedliche Demonstranten erschießt – was leider seine Gewohnheit ist – wird die USA eingreifen. Wir sind bereit.“

Auch die Wiederaufnahme von Nuklear- oder Raketenprogrammen durch den Iran sei für ihn eine rote Linie. In dem Fall, so Trump, werde man den Iran „vernichtend treffen“.

Hintergrund: Die Lage im Iran bleibt angespannt. Die Proteste entzündeten sich an wirtschaftlichen Problemen, eskalierten aber schnell zu regimekritischen Demonstrationen. Internationale Beobachter fordern Zurückhaltung und verurteilen den Einsatz tödlicher Gewalt.

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