Donald Trump ist schockiert und traurig – Kremlchef Wladimir Putin hat nach einem „großartigen“ Treffen in Alaska nicht etwa den Ukrainekrieg beendet. Unverschämt! Dabei hatten sie doch, laut Trump, eine „großartige Beziehung“ (mindestens so großartig wie seine Mauer zu Mexiko).
„Ich bin sehr enttäuscht über Präsident Putin, das muss ich sagen“, erklärte Trump in einem Radiointerview. Und wenn Donald Trump etwas muss, dann ist es enttäuscht sein – vor allem von Leuten, mit denen er sich eben noch blendend verstanden hat. Die Tatsache, dass „Tausende Menschen sterben“ sei „ein Krieg, der keinen Sinn hat“, sagt er – diesmal völlig ohne Ironie, obwohl genau das wie eine Trump-Parole klingt.
Zur Erinnerung: Trump hatte im Wahlkampf vollmundig angekündigt, er würde den Ukrainekrieg binnen 24 Stunden beenden – wahrscheinlich durch einen dieser berüchtigten „Deals“, bei denen alle glücklich sind und niemand weiß, wer verloren hat. Die Rechnung ging offenbar nicht auf. Trotz Gipfeltreffen am 15. August in Alaska (wo sonst?) zeigt Putin keinerlei Lust, mit Selenskyj nett am Verhandlungstisch Platz zu nehmen. Keine Peace-Treaty, keine Pressekonferenz, keine historischen Fotos mit verschränkten Armen.
Und Konsequenzen? Sanktionen? Politischer Druck? Ein wütender Tweet? Fehlanzeige. Trump sagte gestern – mal wieder – nichts dazu. Vielleicht wartet er auf einen besseren Moment. Oder darauf, dass Putin ihm einfach verspricht, den Krieg bald zu beenden – mit Handschlag und Augenzwinkern, wie’s unter „großartigen Freunden“ eben so läuft.
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