Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat dem Komiker Trevor Noah mit rechtlichen Schritten gedroht, nachdem dieser während seiner Moderation der Grammy-Verleihung am 1. Februar einen Witz über Trumps angeblichen Besuch auf der berüchtigten Insel des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gemacht hatte.
Noah scherzte, dass Trump nun nach einer neuen Insel suche, „um mit Bill Clinton abzuhängen“, da Epsteins Insel nicht mehr zur Verfügung stehe – ein offensichtlicher Seitenhieb auf frühere Gerüchte über Verbindungen mächtiger Männer zu Epstein.
Trump reagierte darauf am Morgen des 2. Februar auf seiner Plattform Truth Social:
„Ich war niemals auf Epsteins Insel, nicht einmal in der Nähe – und bis zu diesem falschen und verleumderischen Kommentar hat mich nicht einmal die Fake News Media je damit in Verbindung gebracht.“
Er bezeichnete Noah als „totalen Versager“ und kündigte an, ihn zu verklagen:
„Ich werde meine Anwälte schicken und diesen talentlosen Moderator ordentlich verklagen.“
Trevor Noah, der aus Südafrika stammt, moderierte die Grammys zum sechsten und letzten Mal. Während der Show scherzte er außerdem über Amtszeitbegrenzungen – eine Anspielung auf Trump, der derzeit seine zweite, nicht aufeinanderfolgende Amtszeit als 47. Präsident der Vereinigten Staaten antritt.
Die Kontroverse entstand kurz nach der Veröffentlichung von drei Millionen Seiten an neuen Dokumenten durch das US-Justizministerium im Rahmen der Epstein-Ermittlungen. Diese enthalten Hinweise auf viele prominente Männer – darunter Trump, Elon Musk und Bill Gates – liefern jedoch keine Beweise dafür, dass Trump oder Clinton jemals Epsteins Insel besucht haben. Ein 2015 veröffentlichter E-Mail-Auszug von Epstein selbst betont sogar: „Clinton war NIE dort.“
Die Aufarbeitung durch das Justizministerium ist nicht abgeschlossen – etwa 2,5 Millionen Dokumente wurden bisher zurückgehalten, unter anderem aus Gründen des Opferschutzes und laufender Ermittlungen. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche betonte:
„Wir haben Präsident Trump nicht geschützt. Wir haben niemanden geschützt – oder nicht geschützt.“
Trump verwies in seinem Truth Social-Post auch auf frühere erfolgreiche Klagen gegen Medienkonzerne wie CBS und ABC, die ihm laut eigenen Angaben Millionenbeträge eingebracht hätten. Trevor Noah, so Trump, solle sich „bereit machen“.
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