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Trump der Chaot

MIH83 (CC0), Pixabay
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Donald Trump lässt offen, ob es überhaupt noch eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Iran geben soll. Der US-Präsident stellte klar, dass er „kein Interesse“ an einem Deal habe – und verschärft damit die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten.

„Ich bin nicht verzweifelt“, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung. „Ich könnte mir nicht weniger daraus machen.“ Stattdessen kündigte er an, dass die USA noch weitere Ziele ins Visier nehmen könnten. Es sei nun an der iranischen Führung, Washington von einem Kurswechsel zu überzeugen.

Auch aus Teheran kommen widersprüchliche Signale. Während Trump behauptet, Iran habe Gespräche gesucht, berichten iranische Medien von „erheblichen Zweifeln“ an der Verhandlungsbereitschaft der USA.

Parallel eskaliert die militärische Lage weiter. Israel meldete die Tötung eines hochrangigen Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, der maßgeblich an der Blockade der Straße von Hormus beteiligt gewesen sein soll. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt.

Die Folgen sind bereits spürbar: Die Ölpreise steigen erneut, Investoren rechnen nicht mehr mit einem schnellen Ende des Konflikts. Zwar betont die US-Regierung, der globale Markt sei grundsätzlich ausreichend versorgt – tatsächlich aber ist ein Großteil des Öls derzeit blockiert oder kann wegen beschädigter Infrastruktur nicht verarbeitet werden.

Im Hintergrund wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Berichten zufolge bereitet sich Iran auf mögliche Angriffe auf die strategisch wichtige Insel Kharg vor, über die ein Großteil der iranischen Ölexporte läuft. Ein iranischer Militär warnte, ein solcher Schritt wäre „gefährlich und kostspielig“ für jeden Angreifer.

Gleichzeitig zeigt der Konflikt längst globale Auswirkungen. Die Philippinen haben bereits den Notstand ausgerufen – das Land verfügt nur noch über Ölreserven für wenige Wochen. Steigende Energiepreise könnten weltweit neue wirtschaftliche Verwerfungen auslösen.

Trumps Kurs bleibt dabei widersprüchlich. Einerseits setzt er Fristen und spricht von Verhandlungen, andererseits relativiert er diese selbst wieder – ein Tag sei in „Trump-Zeit“ eine Ewigkeit.

Klar ist nur: Die Hoffnung auf eine schnelle diplomatische Lösung schwindet. Und mit jedem Tag wächst das Risiko, dass aus einem regionalen Konflikt eine noch größere Krise wird.

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