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Trump bietet US-Bundesangestellten Millionen-Abfindung für Rücktritt

tiburi (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat fast allen Bundesangestellten ein überraschendes Angebot unterbreitet: Wer bis September freiwillig zurücktritt, erhält eine Abfindung in Höhe von acht Monatsgehältern. Mit dieser Maßnahme will die Regierung den Staatsapparat verkleinern und Reformen durchsetzen.

In einer E-Mail, die am Dienstag verschickt wurde, teilte das US Office of Personnel Management (OPM) den Beschäftigten mit, dass sie bis zum 6. Februar entscheiden müssen, ob sie das sogenannte „verzögerte Rücktrittsprogramm“ in Anspruch nehmen. Laut Regierungskreisen könnten bis zu 10 % der über zwei Millionen Bundesangestellten das Angebot annehmen – etwa 200.000 Personen.

Ziel: Schrumpfung der Bundesverwaltung

Trumps Regierung argumentiert, dass die Maßnahme Einsparungen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar ermöglichen könnte. Gleichzeitig wird betont, dass sich die Arbeitskultur verändern soll: Die Rückkehr zu einer vollständigen Büropräsenz an fünf Tagen pro Woche ist bereits beschlossen.

Nicht alle Beschäftigten sind betroffen. Ausgenommen sind unter anderem Postangestellte, Angehörige des Militärs sowie Mitarbeiter aus dem Bereich nationale Sicherheit und Einwanderungsbehörden.

Kritik und rechtliche Unsicherheiten

Die Maßnahme stößt auf heftige Kritik. Die Gewerkschaft der Bundesangestellten (AFGE) warnte vor „ungeahnten Konsequenzen“ für die Funktionsfähigkeit der Regierung. Demokratische Politiker hinterfragen zudem die Rechtmäßigkeit des Angebots. Senator Tim Kaine äußerte Zweifel daran, dass Trump überhaupt die Befugnis für eine solche Abfindungsregelung habe.

Ein weiteres kontroverses Detail: Die Anweisung zur Annahme des Angebots erfolgte per E-Mail, in der die Betroffenen aufgefordert wurden, mit dem Betreff „resign“ (zu Deutsch: „kündigen“) zu antworten. Dieses Vorgehen erinnert an die Strategie von Elon Musk nach seiner Übernahme von Twitter im Jahr 2022, als zahlreiche Mitarbeiter ebenfalls per E-Mail über ihre Zukunft im Unternehmen entschieden mussten.

Trump setzt radikale Reformen fort

Neben dem Massen-Buyout hat Trump weitere umstrittene Maßnahmen ergriffen. Er unterzeichnete eine Anordnung, die jungen Menschen den Zugang zu geschlechtsangleichenden medizinischen Behandlungen erschwert. Zudem stoppte er vorübergehend Bundeszuschüsse und Kredite – ein Schritt, der zunächst zu Verwirrung über die betroffenen Programme führte, bevor ein Gericht die Maßnahme bis Montag aussetzte.

Die massiven Umstrukturierungen zeigen deutlich: Trump setzt nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus auf einen radikalen Umbau der Regierung – mit ungewissen Folgen für Verwaltung und Bevölkerung.

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