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Trump bestreitet Epstein-Geburtstagsgruß – doch die Unterschrift wirft Fragen auf

geralt (CC0), Pixabay
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Donald Trump weist die Vorwürfe entschieden zurück: Ein angeblicher Geburtstagsgruß an den inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, versehen mit seiner Unterschrift, sei eine Fälschung. Doch Schriftvergleiche zeigen auffällige Ähnlichkeiten zu früheren Signaturen des US-Präsidenten.

Am 8. September veröffentlichte der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses ein 238-seitiges „Birthday Book“, das zu Epsteins 50. Geburtstag im Jahr 2003 angelegt wurde. Auf Seite 165 findet sich eine Zeichnung mit obszönem Inhalt und die Notiz: „Happy Birthday – and may every day be another wonderful secret“, angeblich unterschrieben mit „Donald“.

Trump reagierte prompt: Er habe nichts mit dem Buch zu tun und klagte bereits im Juli auf 10 Milliarden Dollar Schadensersatz gegen das Wall Street Journal, das zuerst darüber berichtet hatte.

Vergleich zeigt auffällige Parallelen

Medien wie die New York Times und CNN weisen jedoch darauf hin, dass die fragliche Signatur jener ähnelt, die Trump in den 1980er- und 1990er-Jahren häufig nutzte – nämlich nur mit seinem Vornamen „Donald“ und einem markanten Schwung am Ende. Beispiele dafür finden sich etwa in Briefen an den damaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani (1996), an CNN-Moderator Larry King (1999) oder in einem Buch, das Epstein selbst gehörte (1997).

Das „Birthday Book“ enthält zahlreiche anzügliche Zeichnungen und Grußbotschaften von Prominenten, darunter auch Einträge unter den Namen Bill Clinton und Alan Dershowitz. Keiner von ihnen wurde im Zusammenhang mit Epstein strafrechtlich belangt.

Weißes Haus: „Eindeutige Fälschung“

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte am Dienstag, der Präsident habe „dieses Schreiben nicht verfasst und nicht unterschrieben“. Man sei sogar bereit, eine forensische Analyse der Unterschrift durchführen zu lassen. Drei Gutachten, die von konservativen Medien veröffentlicht wurden, hätten die Echtheit bereits ausgeschlossen.

Republikanische Abgeordnete wiesen die Authentizität ebenfalls zurück. Demokraten hingegen betonen, die Veröffentlichung zeige, dass noch mehr unbequeme Details in den Akten schlummerten.

Ob die forensische Überprüfung tatsächlich Klarheit bringt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Mit jeder neuen Enthüllung rückt die heikle Verbindung zwischen Politik, Macht und Epstein weiter ins öffentliche Scheinwerferlicht.

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