US-Präsident Donald Trump hat das Verteidigungsministerium per Dekret in „Department of War“ (Kriegsministerium) umbenannt. Bei der Unterzeichnung im Oval Office erklärte er am 6. September, die USA hätten seit dem Zweiten Weltkrieg „keinen Krieg mehr gewonnen“.
„Wir haben den Ersten Weltkrieg gewonnen, wir haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen – und alles davor auch. Und dann haben wir beschlossen, woke zu werden“, sagte Trump. „Wir hätten jeden Krieg gewinnen können, wir hätten jeden Krieg gewinnen müssen.“
Historischer Rückblick
Das Verteidigungsministerium erhielt seinen heutigen Namen 1949 unter Präsident Harry Truman, als das frühere „War Department“ mit Marine und Luftwaffe zusammengelegt wurde.
Die Rückumbenennung könnte erhebliche Kosten verursachen. Zudem ist rechtlich unklar, ob Trump die Änderung ohne Zustimmung des Kongresses überhaupt durchsetzen kann. Laut Berichten sucht das Weiße Haus derzeit nach einem Weg, dies zu umgehen.
Kriege ohne Ende
Trump warf früheren Regierungen vor, Konflikte wie Korea, Vietnam, Irak oder Afghanistan „endlos“ geführt zu haben. Mit „ein paar kleinen Änderungen“ wären sie aus seiner Sicht leicht zu gewinnen gewesen.
Während der Unterzeichnung räumte Trump ein, dass sich aktuelle Konflikte wie der Ukraine-Krieg schwieriger entwickelten als erwartet. Auch sein erklärtes Ziel, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, ist bislang nicht erreicht.
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