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Trump-Anwältin Lindsey Halligan schmeißt den Richterinnen-Gummihammer hin – mit Stil und ohne Zulassung

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Es war ein kurzer, aber umso denkwürdigerer Ausflug in die Welt der Staatsanwaltschaft für Lindsey Halligan, Trumps persönliche Juristin mit dem Elan einer Fernseh-Anwältin – nur leider ohne Erfahrung als Staatsanwältin. Nach schallender Kritik aus der Richterschaft verlässt sie nun ihr Zwischenreich als US-Staatsanwältin im östlichen Bezirk von Virginia. Justizministerin Pam Bondi, ebenfalls Teil des Trump’schen Verteidigungs-Zauberkreises, gab Halligans Rückzug auf der Plattform X bekannt – dort, wo heutzutage Recht gesprochen und Karriere gemacht wird.

Bondi hatte auch direkt die Schuldigen parat: die Demokraten im Senat, die sich erdreisteten, Halligans Wiederernennung zu hinterfragen – wahrscheinlich, weil sie gerne hätten, dass Bundesanwälte zumindest wissen, wo man im Gerichtssaal sitzt. Das sei „politische Hexenjagd“, erklärte Bondi, während sie vermutlich ihren Besen parkte.

Von der Villa ins Verfahren – und direkt wieder raus

Halligan war ursprünglich als Trumps persönliche Anwältin bekannt, zuständig für alles von Klagen bis zum Nachsinnen über die Farbe von Gerichtsteppichen. Dennoch wurde sie im September kommissarisch vereidigt, nachdem ihr Vorgänger Erik Siebert rausgeworfen wurde – vermutlich, weil er den Kardinalsfehler beging, keine Anklagen gegen Trumps Erzfeinde Letitia James und James Comey zu erheben.

Halligan holte das natürlich nach, erhob mit Begeisterung Anklage – und verlor. Ein Richter wischte beide Verfahren im November vom Tisch, vermutlich mit einer Mischung aus Verzweiflung und Fremdscham.

Der Trick mit der verpassten Verlängerung

Doch es kommt noch dicker: Halligans 120-Tage-Interimsmandat war schon abgelaufen, als sie sich weiterhin als Ober-Staatsanwältin inszenierte. Einem Richter gefiel das so gar nicht. US-Bezirksrichter David Novak wies sie jüngst barsch an, sich nicht mehr als Bundesstaatsanwältin auszugeben, weil das juristisch ungefähr so haltbar sei wie ein Origami-Fallschirm.

Er deutete auch an, dass das Justizministerium möglicherweise wider besseres Wissen eine rechtlich fragwürdige Ernennung durchgewunken habe. Es droht nun sogar ein Disziplinarverfahren, falls Halligan weiter auf ihrem Fantasie-Titel besteht.

Fazit: Recht haben ist schwer – vor allem, wenn man es nicht darf

Damit geht Halligans kurzer Karriereausflug zu Ende – und zurück bleibt ein Lehrstück darüber, wie man ohne echte Qualifikation, aber mit politischer Rückendeckung, in die obersten Reihen der Justiz aufsteigen kann, bis ein Richter einen daran erinnert, dass auch in den USA irgendwann jemand auf den Paragrafen schaut.

Oder wie Halligan es wohl sagen würde:
„Objektion, euer Ehren! Ich war nur kurz einkaufen – im Recht.“

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