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Trump

geralt (CC0), Pixabay
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Donald Trumps neue Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China haben das Potenzial, die globale Handelsordnung erheblich zu beeinträchtigen und Jahrzehnte der Globalisierung zurückzudrehen. Ziel der US-Regierung ist es, die eigene Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze in den USA zu sichern. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass bei Handelskriegen auch die angreifende Seite Schaden nimmt – durch höhere Verbraucherpreise und zurückgehendes Wirtschaftswachstum.

  1. Auswirkungen auf US-Verbraucher

    • Viele Alltagsprodukte (z. B. Lebensmittel, Textilien oder Spielwaren) verteuern sich durch die Zölle.
    • Einzelhändler müssen die zusätzlichen Kosten oft direkt an die Konsumenten weitergeben, was die Inflation anheizt.
    • Eine Studie zum Beispiel der Waschmaschinen-Zölle zeigt, dass zwar neue Jobs geschaffen wurden, aber die Kosten pro Arbeitsplatz extrem hoch waren (rund 800.000 US-Dollar pro Job).
  2. Auswirkungen auf andere Länder

    • Kanada und Mexiko sind besonders betroffen, da ihre Exportvolumen in die USA sehr groß sind. Kanada kann durch solide öffentliche Finanzen und Leitzinssenkungen teilweise gegensteuern, Mexiko hat hingegen weniger Spielraum.
    • China könnte dank diversifizierter Märkte weniger stark getroffen werden. Es hat während der letzten Runde von Trumps Zöllen bereits andere Handelspartner gesucht.
    • EU (insbesondere Deutschland): Noch nicht direkt betroffen, könnte aber als Nächstes ins Visier geraten. Deutschland liefert rund ein Drittel aller EU-Exporte in die USA und ist damit verwundbar.
  3. Mögliche Gewinner

    • Länder, die nicht im Fokus der Zölle stehen, können von „Handelsumlenkungen“ profitieren. Beispiele sind Vietnam und Malaysia, die schon während der ersten Trump-Amtszeit von wegfallenden chinesischen Anteilen am US-Markt profitierten.
    • Großbritannien könnte profitieren, sofern es keine US-Strafzölle fürchten muss. Günstigere Importmöglichkeiten und potenziell mehr Investitionen aus den USA könnten die britische Wirtschaft stützen.
  4. Fazit

    • Eine weltweite Rezession ist laut Experten derzeit unwahrscheinlich, doch die globalen Wachstumsperspektiven bis 2025 haben sich eingetrübt.
    • Politische Unsicherheit und mögliche Vergeltungsmaßnahmen verunsichern Unternehmen, die langfristige Investitionen verschieben oder ganz absagen.
    • Dadurch entsteht eine „Waffe“ in Form von Ungewissheit, deren Preis am Ende auch in den USA selbst spürbar wird.

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