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Tragischer Tod in Thailand: Asos-Mitgründer Quentin Griffiths stürzt aus Hochhaus

stux (CC0), Pixabay
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Die internationale Modebranche trauert um einen ihrer Pioniere: Quentin Griffiths, Mitgründer des Online-Modehändlers ASOS, ist in Thailand ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Polizei stürzte der britische Unternehmer am 9. Februar in der Küstenstadt Pattaya aus einem Hochhaus-Apartment und wurde leblos am Boden aufgefunden.

Griffiths war britischer Staatsbürger. Laut Ermittlern befand er sich zum Zeitpunkt des Vorfalls allein in seiner Wohnung. Das Zimmer sei von innen verschlossen gewesen, Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen gebe es nicht. Auch eine Autopsie habe keine Anzeichen für Fremdeinwirkung ergeben.

Ermittlungen ohne Hinweise auf ein Verbrechen

Ein Polizeibeamter erklärte, es gebe derzeit keine Beweise für ein Verbrechen. Die Umstände des Sturzes werden dennoch weiter untersucht. Nach Angaben der Behörden war Griffiths in zwei laufende Gerichtsverfahren verwickelt, die möglicherweise zu erheblichem persönlichen Druck geführt haben könnten. Details zu diesen Verfahren wurden bislang nicht veröffentlicht.

Vom Start-up zur Milliardenmarke

Quentin Griffiths gründete ASOS im Jahr 2000 gemeinsam mit Nick Robertson, Andrew Regan und Deborah Thorpe in London. Der ursprüngliche Name stand für „As Seen On Screen“ – ein Konzept, das Modeartikel anbot, die von Film- und Fernsehstars inspiriert waren.

Was als Nischenidee begann, entwickelte sich rasch zu einer globalen Online-Modeplattform. ASOS baute sein Sortiment aus, führte eigene Kollektionen ein und wurde zu einem der führenden E-Commerce-Anbieter für junge Zielgruppen. Auf dem Höhepunkt war das Unternehmen mit mehr als sechs Milliarden Pfund bewertet.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft im Jahr 2005 blieb Griffiths bedeutender Anteilseigner.

Zu den Großaktionären des Unternehmens zählen unter anderem der dänische Unternehmer Anders Holch Povlsen, Eigentümer der Modegruppe Bestseller, sowie Mike Ashley, Gründer der Frasers Group.

Ein Unternehmer der ersten E-Commerce-Generation

Griffiths gehörte zur ersten Generation britischer Internetunternehmer, die den Boom des Online-Handels früh erkannten und nutzten. ASOS profitierte vom wachsenden Trend zum digitalen Shopping und etablierte sich als feste Größe im internationalen Modegeschäft.

Sein Tod kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Onlinehandel erneut im Wandel befindet – geprägt von Plattformkonkurrenz, veränderten Konsumgewohnheiten und steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Lieferketten.

Anteilnahme und offene Fragen

Offizielle Reaktionen des Unternehmens stehen noch aus. In der Branche herrscht Bestürzung über den plötzlichen Tod des Unternehmers.

Sollten sich Hinweise auf persönliche Belastungen bestätigen, rückt auch die psychische Gesundheit von Führungskräften erneut in den Fokus. Unternehmerischer Erfolg schützt nicht vor Stress, öffentlichem Druck oder juristischen Auseinandersetzungen.

Die thailändischen Behörden setzen ihre Ermittlungen fort, gehen derzeit jedoch nicht von einem Gewaltverbrechen aus.

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