Ausgerechnet in der Hochsaison der berühmten japanischen Kirschblüte zieht eine Kleinstadt in der Nähe des Fuji-Bergs die Reißleine: Die Stadt Fujiyoshida hat das diesjährige Kirschblütenfest abgesagt – wegen unzumutbarem Verhalten von Touristen.
Was einst als friedliches Frühlingsspektakel mit Blick auf den Fuji begann, hat sich mittlerweile zu einem regelrechten Alptraum für die Einheimischen entwickelt. Laut Bürgermeister Shigeru Horiuchi gefährde der „massive Ansturm“ den Alltag der Bürger: „Wir spüren eine ernsthafte Krise – wir müssen die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger schützen.“
Kirschblüten mit Nebenwirkungen
Seit Jahren lockt der berühmte Blick vom Arakurayama Sengen Park, mit Pagode, rosa Blüten und dem majestätischen Fuji im Hintergrund, zehntausende Besucher an – besonders in der „Sakura“-Saison im Frühjahr. Instagram machte den Ort endgültig zum Hotspot.
Doch mit der Beliebtheit kamen auch die Probleme:
- Täglicher Besucherstrom von bis zu 10.000 Menschen
- Verkehrschaos, zugeparkte Straßen
- Vermüllung und Lärm
- Und das wohl Schlimmste: Touristen, die in fremde Gärten urinieren oder gar „ihr Geschäft“ verrichten
Einige Besucher sollen sogar Privathäuser geöffnet haben, um „dringende Bedürfnisse“ zu verrichten – **ohne Erlaub
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