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Tom Brady über Co-Parenting, Bildschirmzeit und die Herausforderung, ein präsenter Vater zu sein

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Tom Brady, siebenfacher Super-Bowl-Champion und mittlerweile NFL-Analyst, ist in dieser Woche auf dem Weg nach Santa Clara zur Super Bowl 60 – ganz in der Nähe seiner Heimatstadt San Mateo. Doch im Interview mit USA TODAY spricht er weniger über Football als über das, was ihn privat beschäftigt: das Vatersein.

„Manchmal bist du der Coach, manchmal ein Teamkollege“, sagt der 48-Jährige über seine Rolle als Vater.

Brady hat drei Kinder: Sohn Jack (18) aus der Beziehung mit Bridget Moynahan sowie Benjamin (16) und Vivian (13) mit Ex-Frau Gisele Bündchen.

Vater sein in der digitalen Welt

Brady betont, dass Vorbildverhalten entscheidend sei – insbesondere im Umgang mit digitalen Medien:

„Du kannst deinen Kindern nicht sagen, sie sollen weniger am Handy sein, und selbst dauernd scrollen. Dann bist du ein Heuchler – und Kinder durchschauen das sofort.“

Er selbst begrenzt seine Bildschirmzeit auf maximal eine Stunde am Tag (außer für berufliche Zwecke). Für seine Kinder setzt er ein Limit von 30 Minuten pro Tag für soziale Medien und Unterhaltungs-Apps.

Brady spricht offen über das Phänomen des „Death Scroll“ – das endlose, gedankenlose Scrollen durch Inhalte – und wie er versucht, das in seinem Haushalt zu verhindern. Experten, etwa vom Yale School of Medicine, unterstützen seine Haltung und warnen vor den Auswirkungen ständiger Reizüberflutung auf die kindliche Gehirnentwicklung.

Gemeinsames Lernen: Brady & Sohn Benny bei Instagram

Brady trat mit Sohn Benjamin („Benny“) in der Instagram-Serie „Carversations“ auf. Die beiden sprechen im Auto offen über Social Media, Memes, Musik – und über die Unterschiede zwischen Bradys VHS-Zeitalter und der heutigen Generation. Dabei wird gelacht, geneckt – aber auch reflektiert.

„Wenn du cool sein willst, musst du nur eins tun: dich wirklich kümmern,“ sagt Brady in dem Clip.

Er unterstreicht, wie wichtig es sei, nicht einfach nur Regeln aufzustellen, sondern auch das „Warum“ zu erklären, insbesondere, wenn Kinder älter werden.

Co-Parenting mit Gisele Bündchen

Brady beschreibt seine Beziehung zu Ex-Frau Gisele Bündchen als kooperativ – auch seit der Geburt ihres Sohnes mit ihrem neuen Partner Joaquim Valente im Jahr 2025:

„Ob unter einem Dach oder nicht – wir versuchen, als Eltern immer auf einer Linie zu sein.“

Er betont, dass beide „ihre Kinder über alles lieben“ und bemüht seien, gute Vorbilder zu sein, obwohl niemand perfekte Eltern sei.Gemeinsame Interessen und Nähe im Alltag

Brady richtet sich nach den Interessen seiner Kinder – sei es Sport oder Musik. Während Jack Basketball spielt, begeistert sich Benjamin für Klavierspielen und Gesang, Tochter Vivian spielt Volleyball.

„Wenn du eine Beziehung zu jemandem aufbauen willst, geh dahin, wo sie sind – frag sie, was sie mögen, und sei offen dafür.“

An Super-Bowl-Sonntag denkt Brady vor allem an die Rückfahrt mit Sohn Jack vom Basketballspiel: Musik laut aufdrehen, Hausmusik genießen – und einfach im Moment sein.

„Es geht darum, präsent zu sein – nicht nur bei den vermeintlich großen Momenten. Wenn du wirklich da bist, öffnen sich Kinder von selbst.“

 

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