Ein 15-Jähriger soll in den frühen Morgenstunden des Neujahrstags in Georgia einen Uber-Fahrer gezielt in einen tödlichen Hinterhalt gelockt haben. Nach Angaben der Polizei bestellte der Jugendliche eine Fahrt mit der Absicht, dem Fahrer das Auto zu rauben. Der Fahrer wurde dabei erschossen.
Gegen 5.00 Uhr morgens am 1. Januar wurden Einsatzkräfte der Polizei von Lawrenceville zu einem Notruf auf dem Groveland Parkway gerufen. Auf der Straße lag ein Mann mit einer Schussverletzung. Trotz sofortiger Maßnahmen wurde er noch am Tatort für tot erklärt.
Bei dem Opfer handelt es sich um den 58‑jährigen Cesar Tejada, Ehemann und Vater zweier Kinder. Nach Angaben der Polizei arbeitete er als Uber-Fahrer, um seine Familie zu unterstützen.
Überwachungskameras zeichnen Tatverlauf auf
Eine Überwachungskamera in der Nähe zeichnete auf, wie ein schwarzer SUV in der Straße anhielt. Mithilfe von Aufnahmen sogenannter FLOCK-Kameras sowie in Zusammenarbeit mit Uber konnten die Ermittler den Ablauf rekonstruieren.
Demnach nahm Tejada gegen 4.13 Uhr auf der Rangewood Drive einen Fahrgast auf und fuhr mit ihm zum Groveland Parkway. Nachdem das Fahrzeug angehalten hatte, stieg der Fahrgast aus dem Fond aus, schoss auf Tejada, der noch auf dem Fahrersitz saß, und ließ ihn verletzt auf der Straße zurück. Anschließend setzte sich der Täter selbst ans Steuer und flüchtete mit dem Wagen.
Das Fahrzeug konnte später in der Nähe des ursprünglichen Abholorts geortet werden. Die Polizei beobachtete das Gebiet, bis der Tatverdächtige sein Haus verließ und auf die Straße trat – dort wurde er festgenommen.
15‑Jähriger wird als Erwachsener angeklagt
Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um den 15‑jährigen Christian Simmons. Gegen ihn wurde Anklage wegen Mordes erhoben. Die Staatsanwaltschaft hat entschieden, ihn als Erwachsenen anzuklagen.
Die Polizei bezeichnete die Tat als „sinnlos“ und würdigte zugleich das schnelle Zusammenspiel von Überwachungstechnik, Ermittlern und Uber, das zur raschen Festnahme geführt habe.
Uber erklärte in einer Stellungnahme:
„Wir sind tief erschüttert über diesen tragischen Verlust. Unser Mitgefühl gilt der Familie des Fahrers in dieser schweren Zeit. Wir unterstützen die Ermittlungen der Polizei nach Kräften.“
Das betroffene Nutzerkonto wurde von Uber gesperrt. Ob es offiziell dem Tatverdächtigen zugeordnet war, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Die Ermittlungen dauern an.
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