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Tödlicher ICE-Einsatz in Minneapolis: Spendenkampagne für Schützen-Offizier spaltet Öffentlichkeit

geralt (CC0), Pixabay
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Nach dem tödlichen Schuss eines ICE-Beamten auf die US-Bürgerin Renee Nicole Good wächst der öffentliche Druck – aber auch die Unterstützung für den beteiligten Offizier. Eine auf GoFundMe gestartete Spendenkampagne zur Unterstützung des Beamten Jonathan Ross hat bereits über 374.000 US-Dollar gesammelt – darunter 10.000 Dollar vom Milliardär Bill Ackman.

Ackman, Hedgefonds-Manager mit einem geschätzten Vermögen von 9,3 Milliarden US-Dollar, verteidigte seine Spende auf der Plattform X mit dem Hinweis auf die Unschuldsvermutung und bezeichnete den Vorfall als „Tragödie“.

Die Kampagne, gestartet von Clyde Emmons aus Michigan, wurde bislang von über 8.000 Personen unterstützt – obwohl GoFundMe erklärt hat, dass die Aktion noch nicht verifiziert sei. Das Unternehmen prüft derzeit, ob die Kampagne gegen seine Richtlinien verstößt. Spenden zur Verteidigung von Personen, die wegen Gewaltverbrechen angeklagt sind, sind auf der Plattform untersagt.

Reaktionen auf lokaler und nationaler Ebene

Die Schüsse auf Good, eine Mutter von drei Kindern, hatten vergangene Woche landesweite Proteste ausgelöst. Videos des Vorfalls – unter anderem vom schießenden Beamten selbst aufgenommen – werfen weiterhin Fragen zur Verhältnismäßigkeit des Einsatzes auf. Noch wurden keine Anklagen gegen Ross erhoben.

Minneapolis’ Bürgermeister Jacob Frey forderte nach dem Vorfall den sofortigen Abzug aller ICE-Beamten aus der Stadt und dem Bundesstaat. Die Präsenz der Bundesbehörde führe zu „Chaos und Unsicherheit“, so Frey. Auch Kongressabgeordnete wie Ilhan Omar warnten vor zunehmender Einschüchterung der Bevölkerung durch aggressive ICE-Taktiken.

Bundesregierung verteidigt den Einsatz

Die Trump-Regierung stellte sich geschlossen hinter Ross: Präsident, Vizepräsident und DHS-Ministerium bezeichneten den Einsatz als „Selbstverteidigung“. Rechtsexperten wie der frühere Bundesanwalt Neama Rahmani gehen daher davon aus, dass eine Anklage auf Bundesebene unwahrscheinlich ist.

Die Spendenaktion für Ross verdeutlicht die zunehmende Polarisierung in der Debatte um Einwanderung und Polizeigewalt. Während Unterstützer den ICE-Offizier als Opfer eines tragischen Missverständnisses sehen, verurteilen Kritiker die Reaktion der Bundesregierung als politisch motivierte Schutzmaßnahme.

Die Lage in Minneapolis bleibt angespannt – mit anhaltenden Protesten, wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit und einem weiterhin unklaren rechtlichen Verlauf im Fall Jonathan Ross.

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