Startseite Allgemeines Tödliche Gefahr im Wasser: „Fleischfressende“ Bakterien fordern erneut Todesopfer in Florida
Allgemeines

Tödliche Gefahr im Wasser: „Fleischfressende“ Bakterien fordern erneut Todesopfer in Florida

Leovinus (CC0), Pixabay
Teilen

Vier Menschen sind in diesem Jahr in Florida an einer Infektion mit dem seltenen, aber äußerst gefährlichen Bakterium Vibrio vulnificus gestorben. Über sieben weitere wurden schwer krank. Das gab das Florida Department of Health am 11. Juli bekannt.

Das Bakterium, umgangssprachlich oft als „fleischfressendes Bakterium“ bezeichnet, kommt natürlicherweise in warmem Salzwasser und Brackwasser vor – also dort, wo Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen – sowie in rohen oder unzureichend gegarten Meeresfrüchten, insbesondere Austern.

Wie infiziert man sich?

Die Infektion erfolgt meist über offene Wunden, die mit kontaminiertem Wasser in Kontakt kommen, oder durch den Verzehr belasteter Meeresfrüchte. Gesunde Menschen entwickeln in der Regel nur milde Symptome. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen wie Leberproblemen kann die Infektion jedoch tödlich verlaufen.

Besonders gefürchtet ist die sogenannte nekrotisierende Fasziitis, bei der infizierte Haut und darunterliegendes Gewebe absterben. Oft bleibt nur eine Amputation als lebensrettende Maßnahme. Laut CDC (Centers for Disease Control and Prevention) verläuft etwa jede fünfte Infektion tödlich – und zwar innerhalb von nur ein bis zwei Tagen nach Krankheitsbeginn.

Besonders gefährdet: Florida und die Golfküste

Florida führt regelmäßig die US-Statistiken zu Infektionen mit Vibrio vulnificus an. Zwischen 2016 und 2024 gab es dort jährlich im Schnitt 48 Fälle und 11 Todesopfer. Bei großen Naturkatastrophen wie Hurrikans steigt die Zahl oft drastisch an: Nach Hurrikan Ian im Jahr 2022 etwa wurden 74 Fälle und 17 Todesfälle gemeldet. 2023 waren es sogar 82 Fälle und 19 Tote – eine Folge der Hurrikans Helene und Milton.

Symptome im Überblick:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

  • Bauchkrämpfe und Fieber

  • Rötungen, Schwellungen, Verfärbungen und Geschwürbildung an Wunden

  • Im schlimmsten Fall: Sepsis und Schock

Wie kann man sich schützen?

Gesundheitsbehörden empfehlen:

  • Offene Wunden wasserdicht abdecken, insbesondere vor Kontakt mit Meerwasser oder rohen Meeresfrüchten.

  • Kein Baden mit offenen Wunden in Salzwasser oder Brackwasser.

  • Schalentiere immer gründlich durchgaren.

  • Küchenhygiene beachten: Kreuzkontamination vermeiden, Hände waschen.

  • Sofort medizinische Hilfe aufsuchen bei Wundinfektionen nach Wasserkontakt.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

ICE-Chefjurist in Minnesota tritt zurück – steigende Zahl an Einwanderungsfällen belastet Justiz

Der leitende Jurist der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Minnesota, Jim Stolley,...

Allgemeines

Epstein suchte offenbar Nähe zu Putin – Neue Dokumente offenbaren brisante Russland-Kontakte

Neue Dokumente des US-Justizministeriums zeigen, dass der inhaftierte US-Finanzier Jeffrey Epstein offenbar...

Allgemeines

Kongress handelt bei Wohnkostenkrise – unabhängig von Trump-Regierung

Während US-Präsident Donald Trump wiederholt angekündigt hat, die wachsende Wohnkostenkrise anzugehen, hat...