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Tod in US-Abschiebehaft: Nicaraguanischer Migrant stirbt in ICE-Lager in Texas

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Ein nicaraguanischer Migrant ist nach seiner Festnahme durch US-Einwanderungsbehörden in einer Abschiebeeinrichtung im US-Bundesstaat Texas ums Leben gekommen. Wie die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) mitteilte, starb der 36‑jährige Víctor Manuel Díaz im Abschiebelager Camp East Montana in El Paso. Es handelt sich bereits um den dritten Todesfall in der Einrichtung seit deren Eröffnung im vergangenen Jahr.

Díaz war laut ICE am 14. Januar tot aufgefunden worden. Die Behörden gehen derzeit von Suizid aus. Zwei Tage zuvor, am 12. Januar, hatte er seine endgültige Abschiebeanordnung erhalten. Festgenommen worden war Díaz am 6. Januar bei einer großangelegten ICE-Operation in Minneapolis, Minnesota.

Kontroverse Abschiebeoperationen in Minnesota

Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer verstärkten Einwanderungsoffensive der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. In Minnesota waren dafür tausende Bundesbeamte im Einsatz. Die Maßnahmen hatten bereits zuvor für landesweite Kritik gesorgt, insbesondere nach dem tödlichen Schuss eines ICE-Agenten auf die US-Bürgerin Renee Nicole Good am 7. Januar. Der Vorfall löste Proteste in Minneapolis und anderen US-Städten aus.

Dritter Todesfall im Lager Camp East Montana

Camp East Montana, eine groß angelegte Abschiebeeinrichtung auf dem Gelände von Fort Bliss nahe El Paso, nahm im August 2025 den Betrieb auf. Zum 19. Dezember waren dort rund 3.080 Migranten untergebracht. Der Tod von Víctor Manuel Díaz ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Bereits im Dezember starb der 48‑jährige Guatemalteke Francisco Gaspar Cristóbal Andrés, nachdem er im November ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Ein weiterer Insasse, der 55‑jährige Kubaner Geraldo Lunas Campos, kam am 3. Januar ums Leben; sein Tod wird derzeit als mutmaßliches Tötungsdelikt untersucht.

Massive Kritik an Haftbedingungen

Bürgerrechtsorganisationen und die demokratische Kongressabgeordnete Veronica Escobar aus El Paso äußern seit Monaten erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zustände in der Einrichtung. Recherchen der El Paso Times ergaben, dass in den ersten 15 Wochen des Betriebs fast 90 Notrufe wegen medizinischer Notfälle aus dem Lager abgesetzt wurden.

Zudem berichtete die Washington Post über zahlreiche Bau- und Sicherheitsmängel während der Errichtung des Lagers. Die American Civil Liberties Union (ACLU) dokumentierte Berichte über körperliche Gewalt gegen Insassen sowie Versuche, Häftlinge zur sogenannten freiwilligen Selbstabschiebung zu drängen.

Zunehmende Todesfälle in Abschiebehaft

Nach Angaben von Bürgerrechtsgruppen sind seit dem 1. Januar mindestens sechs Migranten in Abschiebehaft in den USA gestorben. Der erneute Todesfall im Camp East Montana dürfte den politischen Druck auf Regierung und Behörden weiter erhöhen – insbesondere vor dem Hintergrund der verschärften Migrationspolitik und der wachsenden Zahl von Inhaftierungen.

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