Nach einer kurzen Abschaltung ist TikTok wieder in den US-App-Stores verfügbar. Google Play bestätigte am Donnerstag, dass die App erneut zum Download bereitsteht. Auch Apple wird TikTok laut Bloomberg und CNBC am Donnerstagabend wieder in seinen Store aufnehmen.
Die Zukunft der beliebten Social-Media-Plattform blieb lange ungewiss. Ein im April 2024 von Ex-Präsident Joe Biden unterzeichnetes Gesetz verpflichtete den chinesischen Mutterkonzern ByteDance, TikTok innerhalb von 270 Tagen an einen Käufer aus den USA oder einem verbündeten Land zu verkaufen – andernfalls drohte ein Verbot aus Sicherheitsgründen. Kurz vor der Abschaltung bestätigte der Oberste Gerichtshof das Verbot.
Trump verzögert das Verbot per Dekret
TikTok war im Januar für etwa 14 Stunden nicht verfügbar. Der damals frisch gewählte Präsident Donald Trump versprach jedoch, die Plattform in den USA zu retten. Noch vor seinem Amtsantritt kündigte er eine Verfügung an, die das Verbot um 75 Tage aufschiebt, um Zeit für eine mögliche Übernahme zu schaffen.
„Ich werde eine Verfügung erlassen, um das Verbot zu verzögern, damit wir eine Lösung finden, die unsere nationale Sicherheit schützt“, erklärte Trump am 19. Januar auf Truth Social. Apple, Google und Oracle, die TikTok unterstützen, sollten bis zur endgültigen Entscheidung nicht haftbar gemacht werden.
Das Gesetz sieht hohe Strafen vor: Technologiepartner wie Oracle, das TikTok-Inhalte in den USA hostet, sowie Apple und Google, die die App in ihren Stores anbieten, hätten andernfalls Bußgelder von bis zu 5.000 Dollar pro Nutzer zahlen müssen.
Trump: „Ich habe meine Meinung geändert“
Trump begründete seinen Sinneswandel damit, dass er TikTok selbst ausprobiert habe. „TikTok ist vor allem für Kinder. Wenn China darüber Informationen sammelt, haben wir ehrlich gesagt größere Probleme“, sagte er im Oval Office. Dennoch behielt er sich vor, die App entweder zu verkaufen oder endgültig zu sperren.
Mit der 75-tägigen Frist bleibt die Zukunft von TikTok in den USA weiter unsicher – doch vorerst können die 175 Millionen Nutzer aufatmen.
Kommentar hinterlassen