Was früher ein günstiges Sommervergnügen war, wird für viele Grillfans zunehmend zur Kostenfrage: Die Preise für Fleisch und Grillgut ziehen weiter an. Besonders spürbar ist das derzeit bei Minutensteaks. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich der Preis für eine 400-Gramm-Packung bei Discountern in der ersten Julihälfte um 30 Cent verteuert – von 3,49 Euro auf nun 3,79 Euro.
Ein Einzelfall? Keineswegs. Seit 2020 haben sich die Fleischpreise laut Statistischem Bundesamt insgesamt um satte 31,7 Prozent erhöht. Gründe dafür gibt es mehrere: Neben der allgemeinen Inflation nennt die Branche steigende Energie- und Futterkosten sowie höhere Löhne als Preistreiber.
Steffen Reiter vom Verband der Fleischwirtschaft verweist darauf, dass „nachhaltige Produktion und faire Löhne ihren Preis haben“. Für Verbraucher heißt das: Wer den Grill anwirft, muss sich vielleicht beim Einkauf etwas genauer überlegen, was auf den Rost kommt – oder seltener zünden.
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