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Tesla verliert Marktanteile in den USA – Konkurrenz baut Druck massiv aus

Riki32 (CC0), Pixabay
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Der US-Elektroautohersteller Tesla verliert auf seinem Heimatmarkt zunehmend an Bedeutung. Nach aktuellen Daten des Forschungsunternehmens Cox Automotive, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist der Marktanteil des Konzerns im August auf 38 Prozent gefallen – den niedrigsten Wert seit fast acht Jahren. Damit rutschte Tesla erstmals seit Oktober 2017 unter die Marke von 40 Prozent. Damals befand sich die Produktion des Model 3, Teslas erstem Modell für den Massenmarkt, noch im Anlauf.

Konkurrenz punktet mit neuen Modellen

Die Zahlen verdeutlichen den wachsenden Druck durch etablierte Autohersteller, die mit neuen Elektrofahrzeugen und attraktiven Kaufanreizen aggressiv Marktanteile gewinnen. Marken wie Hyundai, Honda, Kia und Toyota steigerten ihre E-Auto-Verkäufe im Juli laut den Daten um 60 bis 120 Prozent. Besonders deutlich legte Volkswagen zu, das ein Absatzplus von über 450 Prozent im Vergleich zum Vormonat verzeichnete.

Tesla hingegen setzt derzeit weniger auf neue Modelle. Das zuletzt eingeführte Fahrzeug, der Cybertruck von 2023, konnte nicht an den Erfolg von Model 3 oder Model Y anknüpfen. Stattdessen richtet das Unternehmen von CEO Elon Musk den Fokus stärker auf Zukunftsprojekte wie Robotaxis und humanoide Roboter. Pläne für günstigere E-Autos wurden verschoben oder ganz aufgegeben.

Preisdruck und Margenbelastung

Die Folge des zunehmenden Wettbewerbs: Tesla ist gezwungen, die Preise zu senken, um konkurrenzfähig zu bleiben – was wiederum die Margen belastet. Über Jahre hatte das Unternehmen den Markt dominiert, hohe Preise durchgesetzt und seine Absatzzahlen stetig gesteigert. Nun zeigen die Entwicklungen, dass dieser Vorsprung schrumpft.

Politische Kontroversen als Belastung

Neben der Modellpolitik wirken sich auch die politischen Aktivitäten von Elon Musk negativ auf die Marke aus. Beobachter verweisen darauf, dass seine Positionierungen am rechten Rand sowie seine frühere Zusammenarbeit mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zunehmend polarisiert und potenzielle Käufer abschreckt.

Sensibler Zeitpunkt für die Branche

Für Tesla kommt der Rückgang zu einem kritischen Zeitpunkt. Analysten gehen davon aus, dass die E-Auto-Nachfrage in den USA bis September noch einmal zulegen wird, bevor die staatliche Kaufprämie von 7.500 Dollar (rund 6.400 Euro) ausläuft. Danach dürfte sich der Absatz abkühlen – ein Szenario, das den finanziellen Druck auf Tesla und die gesamte Branche weiter verschärfen könnte.

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