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Tennessee-Mann angeklagt: Film-Piraterie vor Kinostart

USA-Reiseblogger (CC0), Pixabay
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Ein Mann aus Tennessee steht vor Gericht, nachdem er beschuldigt wird, gestohlene Kopien von Blockbustern wie „Black Widow“ und „Dune“ vor deren offizieller Veröffentlichung verkauft zu haben. Steven Hale, ein Mitarbeiter eines DVD- und Blu-ray-Unternehmens, wird wegen Urheberrechtsverletzungen und des Transports gestohlener Waren über Staatsgrenzen hinweg angeklagt.

Laut einer Anklage, die am Freitag von der US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörde bekannt gegeben wurde, soll Hale zwischen Februar 2021 und März 2022 mehr als 20 beliebte Filme gestohlen und illegal verbreitet haben. Ein besonders aufsehenerregender Fall betrifft den Film „Spider-Man: No Way Home“, den Hale direkt von der Blu-ray rippen, kopieren und bereits einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung online teilen soll.

„Kopien von ‚Spider-Man: No Way Home‘ wurden zig Millionen Mal heruntergeladen, was zu einem Verlust von Millionen Dollar für den Urheber führte“, erklärte die Behörde.

Missbrauch von Arbeitsplätzen für persönlichen Gewinn

Die Gerichtsakten geben keine Auskunft darüber, bei welchem Unternehmen Hale tätig war, als er die illegalen Aktivitäten durchführte. Die Anklage wirft ihm jedoch vor, die Urheberrechte für kommerzielle Vorteile und private finanzielle Gewinne verletzt zu haben. Zu den großen Filmstudios, die von Hales Piraterie betroffen waren, gehören Walt Disney Studios, Marvel Studios, Pixar, Universal Pictures, Warner Brothers, Sony Pictures und Paramount Pictures.

Hale könnte für jede einzelne Urheberrechtsverletzung bis zu fünf Jahre Gefängnis erhalten. Für den Vorwurf des illegalen Online-Handels mit gestohlenen Waren drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Piraterie bleibt eine Bedrohung für die Filmindustrie

Die Anklage gegen Hale zeigt einmal mehr die kontinuierlichen Bemühungen der Filmindustrie, Piraterie und die unbefugte Verbreitung von Filmen zu bekämpfen. Die „Alliance for Creativity and Entertainment“ (ACE), eine Organisation, die große Streaming-Dienste wie Amazon Prime und Netflix umfasst, reichte in diesem Jahr Klagen gegen Personen ein, die illegalen IPTV-Dienste betreiben, um gegen die Verbreitung von Raubkopien vorzugehen.

ACE erklärte, dass ihre Klagen auf „massive Urheberrechtsverletzungen“ hinweisen, die durch den illegalen Zugriff auf Tausende von Piraten-TV-Kanälen und Filmen ermöglicht werden. Die Organisation zielt insbesondere auf Anbieter ab, die solchen Zugriff gewähren.

Hale könnte also nicht der einzige sein, der für seine Rolle in der Film-Piraterie zur Verantwortung gezogen wird – auch wenn es ihn nun als besonders schwerwiegenden Fall trifft.

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