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Taliban

geralt (CC0), Pixabay
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Die radikalislamischen Taliban haben ihren Protest gegen Schweden nach einer Koranverbrennung in Stockholm verstärkt. In einer aktuellen Mitteilung hat die islamistische Gruppe alle Aktivitäten Schwedens in Afghanistan vorerst gestoppt und eine Entschuldigung von Schweden gefordert.

Da Schweden nach der Machtübernahme der Taliban im Sommer 2021 keine diplomatische Vertretung mehr in Afghanistan hat, könnte vor allem die schwedische Hilfsorganisation SCA betroffen sein, die mit Tausenden Entwicklungshelfern in dem kriegsgebeutelten Land tätig ist. Es bleibt jedoch unklar, ob das Verbot tatsächlich umgesetzt wird.

Vor rund zwei Wochen hatte ein Mann in Stockholm einen Koran angezündet, was zu wütenden Protesten in der islamischen Welt führte. Die Polizei hatte zuvor die Genehmigung für den Protest erteilt, nachdem ähnliche Aktionen im Februar untersagt worden waren. Koranschändungen werden im Islam als blasphemisch angesehen und können in vielen islamischen Ländern mit Strafen geahndet werden.

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