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Tag des offenen Denkmals 2025: Deutschland entdeckt sein kulturelles Erbe neu

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Einmal im Jahr öffnet sich die Tür zur Vergangenheit – am Tag des offenen Denkmals. Am 14. September 2025 ist es wieder so weit: Über 5.000 Denkmäler in ganz Deutschland öffnen ihre sonst verschlossenen Tore und laden Besucherinnen und Besucher ein, Geschichte hautnah zu erleben.

Ob mittelalterliche Burgen, jahrhundertealte Windmühlen, historische Züge oder alte Synagogenruinen – an diesem Sonntag wird das kulturelle Erbe des Landes in all seiner Vielfalt sichtbar gemacht.

Deutschlandweite Erkundungstouren – von Windkraft bis Werftkran

In ganz Deutschland können Interessierte in längst vergangene Zeiten eintauchen. In Niedersachsen etwa warten Fachwerkhäuser, Wassermühlen und Steinbrecheranlagen wie die am Piesberg bei Osnabrück auf neugierige Gäste. Auch in Schleswig-Holstein stehen die Zeichen auf Geschichte – etwa in der „Bergmühle“ in Flensburg oder bei den Eisenbahnfreunden in Glückstadt.

In Mecklenburg-Vorpommern lockt die liebevoll restaurierte Burg Trechow mit ihren einzigartigen Illusionsmalereien aus dem 18. Jahrhundert. Auch die Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock oder das legendäre KdF-Seebad Prora auf Rügen öffnen ihre Türen.

Hamburg zeigt sich von seiner maritimen Seite: Die MS Stubnitz, ein ehemaliges DDR-Fischereischiff, lädt zur Besichtigung ein. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann das über 200 Jahre alte Voß’sche Haus oder die imposante Bergedorfer Windmühle erkunden.

Für Groß und Klein: Mitmachangebote und Führungen

Zahlreiche Standorte bieten familienfreundliche Programme an: Es wird gemeinsam gerätselt, gebastelt, erkundet. Von Führungen durch alte Mühlen bis zu Bahnfahrten mit historischen Torfzügen reicht das Angebot. Besonders beliebt: Das Tram-Curling in Wien oder das Knotenrätsel bei den Hafenkränen in Altona.

Gera als offizieller Gastgeber

Die zentrale Eröffnung findet in diesem Jahr in Gera (Thüringen) statt – mit einem großen Open-Air-Event, organisiert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. In den vergangenen Jahren wanderte der Staffelstab von Bundesland zu Bundesland – 2024 war Rheinland-Pfalz Gastgeber, nun übernimmt Thüringen das Zepter.

Digital planen – analog staunen

Das gesamte Programm steht online und in einer App bereit, die Besucher bequem durch das Denkmalangebot ihrer Region lotst. So kann sich jeder seinen persönlichen Rundgang zusammenstellen.

Ein Blick hinter verschlossene Türen

Seit 1993 organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals – als deutschen Beitrag zu den European Heritage Days. Der Schirmherr ist kein Geringerer als der Bundespräsident selbst.

Die Idee: Kultur sichtbar, Geschichte lebendig und Denkmalschutz greifbar machen. Auch 2025 ist das eindrucksvoll gelungen – mit einer Mischung aus Entdeckungslust, Traditionspflege und historischem Staunen.

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