Seoul – Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat versehentlich bewiesen, dass man in der Welt der Kryptowährungen schneller reich werden kann, als man „Blockchain“ sagen kann: Statt winziger Werbeprämien bekamen fast 700 Kunden plötzlich Bitcoins im Wert von insgesamt 44 Milliarden Dollar überwiesen. Ja, Milliarden. Mit B.
Eigentlich sollten die glücklichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Werbeaktion überschaubare 2.000 koreanische Won (ca. 1,16 Euro) erhalten – vermutlich für ihre Treue, Geduld oder einfach fürs Durchhalten im Krypto-Wahnsinn. Stattdessen landeten bei ihnen jeweils mindestens 2.000 Bitcoins auf dem Konto. Kleiner Zahlendreher. Kann ja mal passieren.
„Dieser Vorfall steht nicht im Zusammenhang mit Hackerangriffen oder Sicherheitslücken“, betonte Bithumb. Sondern offenbar mit jemandem, der beim Kopieren von Zahlen ein bisschen zu enthusiastisch war – oder einen besonders schlechten Tag hatte.
Der Vorfall führte zu einem wilden Abverkauf auf der Plattform – denn wer würde nicht versuchen, seine versehentlichen Milliarden sofort in Fiat umzuwandeln und auf eine tropische Insel zu flüchten? Der Bitcoin-Kurs auf Bithumb stürzte jedenfalls um satte 17 % ab, bevor die Realität (und die Rechtsabteilung) die Beschenkten wieder einholte.
Bithumb gab an, mittlerweile 99,7 % der rund 620.000 falsch verschickten Bitcoins zurückgeholt zu haben. Die restlichen 0,3 % seien vermutlich „in einem sehr großen neuen Lambo“ unterwegs zur Küste.
Bithumb ist nach Upbit die zweitgrößte Kryptobörse Südkoreas – und aktuell auch der größte Anbieter von versehentlichem Reichtum.
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