In Südkorea ist die frühere First Lady Kim Keon Hee angeklagt worden. Die Ehefrau des derzeit inhaftierten Ex-Präsidenten steht im Zentrum mehrerer Ermittlungen, die das politische Klima des Landes seit Monaten belasten.
Vorwurf der Bestechung
Der früheren Präsidentengattin wird unter anderem Bestechung vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler geht es um mutmaßlich illegale Zahlungen und Vorteile, die sie während der Amtszeit ihres Mannes erhalten haben soll.
Ergebnisse von Sonderermittlungen
Die Anklage folgt auf drei Sonderermittlungen, die ein unabhängiger Sonderstaatsanwalt durchgeführt hat. Im Fokus standen mögliche Verfehlungen während der Präsidentschaft des konservativen Politikers Yoon, der im Dezember 2024 international für Schlagzeilen gesorgt hatte: Damals verhängte er überraschend das Kriegsrecht, was zu massiven Protesten führte. Wenig später setzten die Abgeordneten im Parlament die Aufhebung durch.
Politisches Beben in Seoul
Die Ermittlungen und die Anklage gegen Kim Keon Hee sorgen in Südkorea für erhebliches politisches Aufsehen. Beobachter sehen darin ein Symbol für die tiefen Gräben zwischen den politischen Lagern. Während Kritiker von einer überfälligen Aufarbeitung sprechen, werfen Anhänger der Konservativen den Behörden vor, aus politischen Motiven zu handeln.
Ausblick
Wann der Prozess gegen die frühere First Lady beginnt, ist noch offen. Klar ist jedoch schon jetzt: Das Verfahren dürfte die innenpolitischen Spannungen in Südkorea weiter verschärfen – und das Vertrauen in die politische Führung des Landes zusätzlich erschüttern.
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