Wer in den USA mit dem Auto unterwegs ist, sollte wissen: Je nach Bundesstaat gelten teils extrem unterschiedliche Verkehrsregeln – und in manchen Fällen drohen drakonische Strafen.
In Virginia gilt das Fahren mit mehr als 20 mph über dem Tempolimit oder über 85 mph (ca. 137 km/h) generell als „rücksichtsloses Fahren“ – ein Straftatbestand, der mit Gefängnis geahndet werden kann.
Utah hat mit 0,05 % Promillegrenze den niedrigsten erlaubten Alkoholwert in den USA (alle anderen: 0,08 %). Ab 2026 können Richter bei extrem betrunkenen Fahrern (ab 0,16 % BAC) sogar den Alkoholkauf verbieten, samt Vermerk auf dem Ausweis.
Auch in Arizona wird hart durchgegriffen: Selbst wer unter 0,08 % liegt, kann belangt werden, wenn die Polizei eine Beeinträchtigung feststellt.
In fast drei Dutzend Bundesstaaten ist die Handynutzung während der Fahrt verboten und eine sogenannte „Primärverletzung“, d. h., man kann allein dafür gestoppt werden.
In Louisiana gilt seit Januar 2026 ein neues Hands-free-Gesetz, mit Strafen von bis zu 250 Dollar im Schulbereich.
Oregon droht bei wiederholten Handyverstößen mit bis zu 2.000 Dollar Strafe, Alaska sogar mit bis zu einem Jahr Gefängnis und 10.000 Dollar Geldbuße, wenn durch Textnachrichten am Steuer ein Unfall mit Verletzten oder Todesopfern verursacht wird.
Nicht überall gilt eine allgemeine Anschnallpflicht. New Hampshire hat keine Gurtpflicht für Erwachsene. In anderen Bundesstaaten wie Oregon, Washington oder Texas können bei Verstößen bis zu 200 Dollar fällig werden.
Studien zeigen: In Staaten mit strenger Gurtpflicht (Primärgesetz) liegt die Gurttragequote höher – und die Zahl der Verkehrstoten niedriger.
Wegen Personalmangels setzen viele Staaten auf Verkehrskameras (z. B. zur Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachung). Über 300 Gemeinden nutzen diese Technik. In Maryland können Kamerastrafen bis zu 425 Dollar kosten.
In Texas darf man mit bis zu 85 mph (136 km/h) am schnellsten fahren. New Hampshire hat keine Gurtpflicht für Erwachsene. Alaska, trotz hoher Strafen bei Texting-Unfällen, verbietet nicht generell das Halten von Handys am Steuer.
Fazit: Wer in den USA unterwegs ist, sollte sich vorab über die jeweiligen Verkehrsregeln im Bundesstaat informieren – die Unterschiede sind teils erheblich, und Verstöße können teuer oder sogar strafrechtlich relevant werden
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