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Strafe für Weltraumschrott

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Erstmals wurde durch eine US-Behörde eine Geldstrafe gegen einen Satellitenbetreiber wegen des unrechtmäßigen Zurücklassens von Weltraumschrott verhängt. Die für die Regulierung von Kommunikationssatelliten zuständige Federal Communications Commission (FCC) hat gegen den Satellitenfernsehanbieter Dish eine Strafe in Höhe von 150.000 US-Dollar (etwa 140.000 Euro) ausgesprochen.

Dieser Strafbescheid resultiert aus der Nichtbefolgung von Vereinbarungen bezüglich des Satelliten EchoStar-7, den das Unternehmen Dish seit 2002 im Einsatz hatte. Gemäß FCC war Dish verpflichtet, den Satelliten nach Ablauf seiner Betriebsdauer auf eine sogenannte „Friedhofs-Umlaufbahn“ zu verlegen. Dies ist ein spezieller Orbit, auf dem ausgediente Satelliten parken, um Kollisionen mit anderen Satelliten oder Raumfahrzeugen zu vermeiden und so die Anhäufung von Weltraummüll zu reduzieren. Dish hat jedoch diesen Satelliten nicht wie vorgeschrieben umpositioniert, als dessen Einsatzzeit zu Ende ging, so die Behördenmitteilung. Das Versäumnis dieses Verfahrens trägt zur wachsenden Problematik des Weltraumschrotts bei, die eine ernsthafte Gefahr für aktive Satelliten und Raumfahrtmissionen darstellt. Diese Strafe unterstreicht die Notwendigkeit der Einhaltung von Richtlinien und Regelungen, die darauf abzielen, den Orbit sauber und sicher zu halten für zukünftige Weltraumfahrtaktivitäten.

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