Bestsellerautor Stephen King hat sich mehrfach öffentlich entschuldigt, nachdem er eine falsche Aussage über den ermordeten konservativen Aktivisten Charlie Kirk verbreitet hatte. In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf der Plattform X (ehemals Twitter) behauptete King, Kirk habe sich in der Vergangenheit für Steinigungen von homosexuellen Menschen ausgesprochen – eine Aussage, die sich im Nachhinein als aus dem Zusammenhang gerissen herausstellte.
Was war passiert?
In einem Podcast von 2024 hatte sich Kirk kritisch über Kinder-YouTuberin Ms. Rachel geäußert, die ein Bibelzitat über Nächstenliebe auf queere Menschen angewendet hatte. Kirk verwies darauf, dass dieselbe Bibelstelle – konkret Levitikus 18 – auch die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen fordere. Dabei sagte er:
„In einem anderen Teil desselben Abschnitts steht, dass ein Mann, der mit einem anderen Mann liegt, gesteinigt werden soll. Nur mal so.“
Stephen King interpretierte diese Aussage fälschlicherweise als wörtliche Befürwortung von Gewalt. Nachdem er von Nutzern auf den Fehler hingewiesen wurde, korrigierte er sich:
„Ich entschuldige mich dafür, gesagt zu haben, Charlie Kirk habe zur Steinigung von Homosexuellen aufgerufen. Tatsächlich hat er damit demonstriert, wie Menschen Bibelstellen selektiv auslegen.“
Reaktionen aus Politik und Öffentlichkeit
King wurde für seinen ursprünglichen Beitrag von konservativen Stimmen heftig kritisiert, darunter US-Senator Ted Cruz, der ihn als „bösartigen, verdrehten Lügner“ bezeichnete. King reagierte ironisch:
„Der bösartige, verdrehte Lügner entschuldigt sich. So ist das eben, wenn man Twitter liest, ohne zu prüfen. Wird nicht wieder vorkommen.“
Cruz nahm die Entschuldigung an und betonte:
„Alle – auf beiden Seiten des politischen Spektrums – sollten sich mit Respekt und Anstand begegnen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind. Charlie hat das jeden Tag getan, und ich habe ihn dafür bewundert.“
Auch der Biologe Colin Wright warf King vor, mit solcher Rhetorik Gewalt zu fördern. King antwortete mit weiteren Klarstellungen und Bedauern.
Eine Debatte über Verantwortung in der öffentlichen Sprache
Kings Entschuldigung kommt inmitten einer breiteren Debatte über die Verantwortung von Politikern, Prominenten und Medienpersönlichkeiten für die Zuspitzung politischer Rhetorik. Präsident Trump hatte nach dem Mord an Kirk der „radikalen Linken“ eine Mitschuld gegeben. TV-Moderator Jimmy Kimmel hingegen kritisierte Trump dafür, dass er keine versöhnlichen Töne anschlug, sondern Schuldzuweisungen verteilte
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