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Start-ups in Deutschland unter Druck – Geschäftsklima auf Tiefstand seit Corona-Krise

Tumisu (CC0), Pixabay
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Die Stimmung in der deutschen Start-up-Szene ist so schlecht wie seit dem ersten Corona-Jahr 2020 nicht mehr. Laut einer aktuellen Untersuchung des Startup-Verbands ist das Geschäftsklima von 39 Punkten im Jahr 2024 auf nur noch 31,7 Punkte abgesackt. Damit erreicht die Branche wieder ein Niveau, das zuletzt während der Pandemie gemessen wurde.

Gründe für die Eintrübung

Hauptursache sind die schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Die stagnierende Konjunktur wirkt sich negativ auf Investitionsbereitschaft und Geschäftsentwicklung aus. Vor allem größere und etablierte Unternehmen halten sich mit Ausgaben für Kooperationen, digitale Innovationen oder neue Technologien zurück – und genau davon hängen viele Start-ups in ihren frühen Phasen stark ab.

Folgen für die Gründerszene

Die Zurückhaltung auf dem Markt bedeutet für Start-ups geringere Absatzchancen, erschwerte Finanzierungsmöglichkeiten und ein insgesamt unsicheres Umfeld. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Kapitalbeschaffung: Risikokapitalgeber und Business Angels agieren zurückhaltender, was die Finanzierung junger Unternehmen zusätzlich erschwert. Viele Gründerinnen und Gründer müssen daher ihre Wachstumspläne zurückstellen oder stärker auf Kosteneffizienz achten.

Parallelen zur Pandemie

Der Startup-Verband zieht einen direkten Vergleich mit 2020. Damals war die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie groß, Geschäftsmodelle mussten kurzfristig angepasst werden und Investoren zeigten sich vorsichtig. Eine ähnliche Zurückhaltung prägt nun erneut die Szene – auch wenn die Ursachen diesmal in wirtschaftlicher Unsicherheit, globalen Krisen und der Zurückhaltung von etablierten Firmen liegen.

Blick nach vorn

Die Studie macht aber auch deutlich: Trotz des schwierigen Umfelds bleiben viele Start-ups optimistisch, dass sich das Klima bei einer konjunkturellen Erholung wieder verbessert. Langfristig gilt die deutsche Start-up-Szene weiterhin als Treiber für Innovation und Digitalisierung. Entscheidend wird jedoch sein, ob die Politik Anreize für Investitionen setzt und die Rahmenbedingungen für Gründer verbessert.

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